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Himalaya - Gebirges, dem Dhawalagiri. Obgleich daöindische Gebirge in der Größe seiner colossalen, jetzt dnrchwiederholte Messung wohl bestimmten Massen die Andcs-kette Nw'it übertrifft, so gewährt ihr Anblick doch nicht dieMannigfaltigkeit der Erscheinungen, welche die Cordillerenvon Südamerika charakterisiren. Höhe allein bcftimmtnicht den Eindruck der Natur. Die Himalaya-Kette liegtschon weit außerhalb der Grenze tropischer Klimate. Kaumverirrt sich eine Palme ^ bis in die schönen Thäler derVorgebirge von Nepaul und Kumaon. Unter dem 28stenund Zcksten Grade der Breite, am AbHange des alten Paro-pamisus, entfaltet die vegetabilische Natur nicht mehr dieFülle baumartiger Farnkräuter und Gräser, großblüthigerOrchideen und Bananen-Gewächse, welche unter denWendekreisen bis zu den Hochebenen hinaufsteigen. Unterdem Schatten der cederartigen Deodwara-Fichte und groß-blättriger Eichen bedecken das granitartige Gestein euro-päische und nordasiatische Pflanzenformen. Es sind nichtdieselben Arten, aber ähnliche Gebilde: Wachhvlder, Alpen-Birken, Gentiancn, Parnassicn und stachliche Ribes-Arten.^Dem Himalaya fehlen die wechselnden Erscheinungen thätigerVulkane, welche in der indischen Inselwelt drohend an dasinnere Leben der Erde mahnen. Auch sängt, wenigstensan seinem südlichen AbHange, wo die feuchtere LustHindustans ihren Wassergehalt absetzt, der ewige Schneemeist schon in der Höhe von eilf- bis zwölftauscnd Fußan, und setzt so der Entwicklung des organischen Lebenseine frühere Grenze als in den Aequinoctial - Gegendenvon Südamerika, wo der Organismus fast zweitausendsechshundert Fuß höher verbreitet ist. 2