Eilftes Capitcl.
Entwicklung der Functionen.
$. 55. (Höhere Differentialien.) Da der Differential-
coefficient irgend einer Function von x im Allgemeinen wiedereine Function von x ist, so wird sich derselbe ebenfalls einerneuen Differentiation unterwerfen lassen. Ist z. B. der Ausdruckgegeben
u =z x 4 ,
so hat man für den Differentialcoefficienten desselben, nach demVorhergehenden:
Wenn man nun diese Gröfse u—/\x 3 neuerdings differen-tiirt, so hat man eben so
d u
—— = 12 a: 2 ,dx
Da aber u— — ist, so kann man, analog mit dem Vor-dx
hergehenden, für du die Bezeichnung einführen :
d- u
so dafs man also hat
d ü =
d x ’
d u
d- u
und daher auch
dx
d x 2 ’
=3 i2x J oder d* u ~ 12 x-dx 2 ,
dx-
und man nennt, übereinstimmend mit §. 47> II., die Gröfse d 1 udas zweite Differential der gegebenen Gröfse u. — Eben so wirdman für das dritte Differential d 3 u derselben Gröfse erhalten
d 3 u =s izl\xdx 3 ,
und für das vierte
d 4 u = 24 dx*,
während alle folgenden Differentialien d’> u } d 6 u, . . , verschwin-