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[Hauptbd.] (1906)
Entstehung
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Das Archiv des Hauses Stubenberg.

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sieht, so findet man eine ganze Reihe von Stücken, in denenDinge berührt werden, von denen wir aus den sonstigenMaterialien keine Kunde haben und die, falls die Archivalienselbst nicht noch aufgefunden werden, für immer dunkelbleiben müssen. Leider sind hier die meisten Angaben nursehr summarisch gemacht. Wolf war des Lateinischen nichtmächtig, daher wird man sich nicht wundern, bei einer Partievon Briefen die Bemerkung zu finden: „Allerlei lateinischeBriefe, sollte sie besichtigen lassen, (um zu wissen) was esfür Briefe sind.“ Oder er nimmt sich vor, wenn er Zeit ge-winnen und die Notdurft es erfordern sollte, die Briefe unter-suchen zu wollen: „wo not duen wolt, mocht mans bysehen.“ 1Das tat er in der Folge sehr fleißig. Nicht wenige der Ur-kunden, auch solche aus älterer Zeit tragen Vermerke vonseiner Hand. Um auf sein Register zurückzukommen, weistes auch solche Angaben auf, die Privatverhältnisse berühren;der V erlust solcher Briefe ist tief zu beklagen; so liest manunter Nr. 19: „Allerlei Sendbrief, so man mir zueschicktund darinnen über mein leid klagt.“ Ebenso vermerkt er dieInventare über sein Hausgeräte in den Schlössern Kapfen-berg, Frauenburg und Mureck. Es wird vermerkt, daß sichunter den Archivalien ein Arzneibuch findet. Viele Stückewerden nicht summarisch mit anderen genannt, sondern be-sonders aufgezählt. Die meisten freilich werden nur allgemeingenannt, doch waren die einzelnen Stücke in besondere Re-gister eingetragen, wie man aus Nr. 59 entnimmt: „Da sindalerlay lechenbrief zusamen punden, so man im register auchein yeden bisunder ferzaichent findt.“ Wie schwer man denVerlust vieler Familienpapiere veranschlagen muß, läßt sichaus der letzten Nummer seines Registers entnehmen: „Dasist dye sach, so mier her Kaspar von Stubenberg der un-grischen hayerad halben geschryben und ich im.“

Eben über diese ungarischen Beziehungen ist so vielesrätselhaft. Leider sind auch diese auf die ungarische Heiratbezüglichen Korrespondenzen, wie es scheint, für immer ver-loren.

Die Archivalien, von denen Herr Wolf spricht, waren inKapfenberg aufbewahrt. Ein zweites Archiv befand sich inWurmberg. Da man auch in der Kapfenberger Linie einzelne

1 Nr. 70, Alerlay aldt judenbrief zusamen punden, der ich noch,ains dayls nützen muess.

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