Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
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neu endlich zu demselben Jrrthum geleitet wird, den der Andereauf dem weit bequemeren der Übereilung geschwinder findet.Aber dem sei, wie ihm welle, verschweigen kann ich Ihnen meineGründe nicht, die, wenn sie auch gleich nicht Garricks sein soll-ten, doch denkende Schauspieler hier und da auf etwas Besseresleiten könnten.

Mir kommt es vor, als wenn alte Trachten auf der Bühnefür uns, wenn wir nicht gar zu gelehrt sind, immer eine Artvon Maskeradehabit wären, der zwar, wenn er schon ist, ge-fällt, allein, das geringe Vergnügen, das er gewährt, kann sel-ten ganz zu der Summe des Übrigen geschlagen werden, dasden Eindruck des Stücks vermehrt. Es geht mir hierin, wiemit den deutschen Büchern mit lateinischen Lettern. Für michsind sie immer eine Art von Übersetzung. Der Augenblick, denich anwenden muß, mir diese Zeichen in mein altes darmstäd-lisches AVE zu übersetzen, ist dem Eindruck nachtheilig. EinSinngedicht würde bei mir die ganze Kraft des Erstenmalsverlieren, wenn ich es z. B. bei umgekehrtem Buch heraus buch-stabircu müßte. Von den subtilen Fäden, an denen unser Ver-gnügen hicnieden hängt, ist es Sünde, auch nur einen ohne Rothdurchzuschneiden. Da also, sollte ich denken, wo unsrc jetzigeKleidung in einem Schauspiel nicht die empfindliche Majestätunserer Schulgclehrsamkeit beleidigt, sollen wir sie auf alle Weisebeibehalten. Unsere französischen Röcke sind längst zur Würdeeiner Haut, und ihre Falten zur Bedeutung von Mienen gedie-hen, und alles Ringen, Krümmen, Fechten und Fallen in einer