Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
166
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1KV

Hätte» Sic nur die Hälfte der Aufmerksamkeit, die, ichwill nicht sägen, der Widcrleger, sondern der bloße Leser seinemSchriftsteller schuldig ist, ans meine Epistel verwendet, so hät-ten Sie sich von den 14 Seite», woraus Ihre Schrift besteht,gerade 10 erspare» können. Denn auf den 10 Seiten sagenSic schlechterdings nichts, was wider mich stritte, und dieübrigen wären alsdann von selbst weggeblieben, denn auf denensagen Sie gar nichts.

Meiner so eben angelobten Schonung wegen, will ich nichtsehr genau untersuchen, was Sie bewogen haben kann, denNamen und das Ansehen des Kaisers überall so unverantwort-lich einzumischen. Bei denen Lesern, für die Sie vielleicht schrei-be», mag dieser Jesuitenkniff seine Wirkung thun: bei den mci-nigen erwarte ich wenigstens ein Ouent von Scharfsinn, undso viel ist hinreichend, den Kaiser, aller Ihrer Verwickelungungeachtet, in einem Wink von dieser Streitigkeit zu trennen,ja zu sehen, daß Ich es eigentlich in diesem Streit bin, dersein Ansehen vcrthcidigct, indem ich seine Drohungen unmittel-bar nebe» die vom Himmel stelle. Ich bekenne dieses frei, obSie mich gleich svcrmnthlich aus der Überzeugung, daß ich ei»Recht dazu hätte) von einem solchen Bckcnntniß abzuschreckensuchen, wo Sie, demüthigst in den Staub hingcbeugt, etwasvon der Verachtung wimmern, mit welcher der Kaiser auf Sieund alle, die seine Rechte Verth ei digcn, als auf Er-den schwämme herabsehe. O mein Herr, wenn Sie dasvom Kaiser glauben, so kennen Sie den Monarchen nicht.