Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
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Menschenliebe überträgt, für meine Pflicht, zu glauben, dnßSie wenigstens zuweilen nicht klug sind, oder, daß Sie ausAchtung gegen Ihren großen Vorgänger im Betrug, welchemGöbhard, der betrügerische Schleichdrucker, freilich besser Ge-sellschaft leisten könnte, als Dr. Faust, der ehrliche Buchdrucker,Ihren Abschied vom Leser mit transcendentem Gestank zu neh-men gedacht haben.

Ich meines Theils denke immer: Ende gut, Alles gut! undanstatt Ihre Drohungen mit einer einzigen zu crwiedern, willich Ihnen lieber zwei Ermahnungen geben. Für das erste, wennSie den Tausenden von Redliche», die mit mir stimmen, ant-worten wollen, so thun Sie es Ihrer Ehre, jetzigen und künf-tigen Ruhe wegen (die jcnscit des Grabes nicht ausgeschlossen),durch Besserung mit der That, und nicht durch eine schriftlicheAntwort. Merken Sie wohl, was Ihnen dieser Rath für Ehreanthut? Mehr, als ich Ihnen zugedacht hatte, da ich mich zudiesem Brief niedersetzte. Er setzt voraus, daß Sie noch einbesserer Bürger werden könnten, wenn Sie wollten, und daßSie nur zum Schriftsteller und Advocaten unwiederbringlichverdorben sind. Für das zweite wollte ich Ihnen auch nichtrathcn, die Feder eines Andern zu gebrauchen. Die Köpfe, dieWitz und Kunst genug besitzen, eine böse Sache, zumal eine,die der Name Göbhard drückt, gut zu vertheidigeu, sind über-haupt in Deutschland selten, und wenn man dem Himmel fürdie Seltenheit derselben danken muß, so ist ihm, dünkt mich,Ihr Baterland vorzüglichen Dank schuldig. Leben Sic wohl.Ich bin ri. s. w.