Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
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Redlichkeit bei Ausländern zum Sprüchwort gediehen ist, nochLeute frei herum gehen, ju öffentlich bekennen dürfen, sie hal-ten Dinge für erlaubt, die Vernunft und Gewissen verbieten,blvß weil noch kein Positivgcsctz dem Scharwnchter oder demHenker Vollmacht crtheilt, seinen Dienst an ihnen zn verrichten.Schändlich fürwahr!

Allein hören Sie doch einmal. Sollten wir denn so ganzund gar kein Gesetz haben, das uns auch noch etwas mehr bände,als den Huroncn? Ich weiß nicht, was Sie in Bamberghaben, wir, hier zn Lande, haben eines, das auch unsereBaurcn Deutsch lesen dürfen, das heißt: Was ihr wollet,das euch die Leute nicht thun sollen, das thut ihrihnen auch nicht. Kennen Sie den, der das Gesetz gegebenhat? Ich fürchte fast, Sie kennen weder den Gesetzgeber nochdas Gesetz, und statt beider nur die schimpfliche Glosse zum letz-teren; Iiaereticis uon est servanel» liüos. Doch ich will weitergehe».

Sagen Sie mir nur um aller Welt willen, wer hat Ihnenden desperaten Satz angegeben, auf den Sie sich so viel zn Gutethun, daß, wer Sic und Ihre Bande Diebe nennt, der Kai-serlichen Krone kein geringschätziges Kleinod ent-wende und sich des Lasters der beleidigten Majestätschuldig mache. Also nun wissen wir es: Gebhard drucktehrlichen Leuten ihre Bücher nach, um die kaiserlichen Ncvenüendurch einzuholende Privilegia zu vermehren. Eine vortrefflicheEntschuldigung! Sie bringen rechtschaffene Leute um ihr ehrlich