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für die Kanzel und den Katheder, sondern für das Rad undden Block, welche die Lauigkeit unserer Vorfahren, leider! zuweit von der Kanzel abgerückt haben. Nicht mit Pomp.Pomp! Was war denn für Pomp bei der Judcntaufc? Nichtmehr als bei einer Magisterpromotion, und kaum so viel. AberOpponenten hatten sie genug, höre ich Einige sprechen.O ihr Wölfe in Schafskleidern, meint ihr, ich sähe nicht, daßdieses ein witziger Einfall sein soll? Aber auf Witz lasse ich michnicht ein; wenn ihr kämpfen wollt, so nehmet Waffen wie ich,und kommt herauf, damit man Ehre davon hat, wenn maneuch in den Staub legt.
Und du guter Lavater, wie haben sie dir mitgespielt! Ichweiß es wohl, was dich antrieb, deine Briefe und deine Vor-reden zu schreiben. Es schmerzte dich längst, so gut wie mich,daß es Christen gibt, die noch jüdische Bücher über die Unsterb-lichkeit der Seele lesen können. Der Schande! Als wenn manvon einer Judcnseelc auf die unsrigc schließen könnte! Ich weißes wohl, daß du dich schon im Geiste die Stütze der christlichenKirche und den unsterblichen Bekehrcr Mendelssohns wirst habennennen hören. Ich sehe gar zu deutlich, wie sehr es dich schmer-zen muß, da dir nun Alles mißlungen ist, ja da du, wiewohlunschuldiger Weise, die Sache schlimmer gemacht hast, als sievorher gewesen war, indem mancher Jude, der uns noch wohleinmal gekommen wäre, es jetzt brav wird bleiben lassen. Dennwie viel Nachdenken ist jetzt den andern Juden durch diese Stand-haftigkcit des weisesten unter ihnen erspart worden, ja eine rechte