Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
110
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Ballet; daß man, sage ich, solche Krankheiten nur durch mo-ralische Mittel heilen könne, ist ein Vorurtheil, welches un-sere alten Seelenquacksalbcr von einem ähnlichen der gemei-nen Quacksalber und Marktschreier hergenommen haben. Dieseletztem haben nämlich lange geglaubt. Krankheilen des Kör-pers ließen sich nur durch physische Mittel Heileu. Wie un-sere guten Alten aber in diesem Punkte haben im Finsternherum tappen können, verstehe ich nicht so ganz recht. Dennlaßt sie Jnflurionistcn, laßt sie Occasivnalisten, laßt sie Har-monisten gewesen sein, ja laßt sie mein bekanntes Pulver-systcm') gekannt haben, welches zwischen das erste und zweiteder oben erwähnten fällt; so hätten sie allemal auf diese Ent-deckung gcrathen müssen. Man hat aber freilich den Grunddieser und mancher andern Oscitanz unserer Väter in der beson-dern Einfall und dem guten Herzen derselben zu suchen, wovonihnen der Himmel, zum äußersten Nachtheil ihres Verstandesund Witzes, doppelte Portion zugemessen hatte. Mit der Ent-deckung ist es ungefähr so zugegangen. Die Ärzte haben näm-lich schon lange bemerkt, daß man, um gewisse Krankheiten zuheilen, die Arzneien auf die den kranken Glieder» gerade ent-gegengesetzten Thcile des Leibes applicircn müsse. Wenn jemandz. B. ein Brausen in den Ohren verspürte, so steckte man ihm

in welchem unter der Anfuhrung eines berüchtigten Bösewichts,Namens Garrik, dem Teufel sechsmal die Woche göttlicheEhre erwiesen wird.

') Hiervon wird unten geredet werden.