Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
105
Einzelbild herunterladen
 

105

Wie viel bequemer und gesünder wäre es, wenn sie uns in un-serer Einfalt, bei unscrin Nvggcnkaffec und Gerstcnbier, ichmeine bei Luthers Übersetzung gelassen Hütten, so kennte mansein Gcdüchtniß auf andere Dinge verwenden, womit dem Men-schen mehr gedient wird; die Prediger konnten ihr Geld, dasjetzt für arabische Lcrika, Nciscbcschrcibungcn und neue Bibel-übersetzungen weggehet, in der Haushaltung gebrauchen, ihreBesoldungen würden hinreichen und sie hätten nicht nöthig, denganzen Tag die Arbeitsleute zu hüten oder auf der Zchntwachczu stehen.

Dem sei aber wie ihm wolle, so muß man keinem ehr-lichen Menschen vorwerfen, er verstehe etwas gar nicht, wenner es nicht so versteht, wie andere Leute, von denen man weiß,daß sie es verstehen. Denn zwischen dem, ein Ding verstehenund ein Ding nicht verstehen, gibt es viele Classen, in denensich Vro des menschlichen Geschlechts ganz commode aufhalten.Man könnte, wenn es nöthig wäre, aus allen Stünden vieleBeispiele von Leuten anführen, die ihr Amt mit Anstand ge-führt und doch nicht verstanden haben, was dazu nöthig ist;also kann es einem keine Schande mache», etwas nicht zu ver-stehen, das man sich zu verstehen ausgibt, und ist Bosheit, je-manden ein solches menschliches Gebrechen vorzurücken.

Aber, höre ich euch sprechen, sind die Astrologieund Chiromantie nicht herrliche und einem Chri-sten höchst an stü n d i g c W i s sen s ch a st c n? O ihr Schälke,ich sehe es wohl, daß ihr dieses nur aus Spott sagt, aber höchst