Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
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ciiicm besondern Worte bezeichnen, auf welches sie gleichsam denAcecnt der Unehrlichkeit gelegt haben. So nennen wir einenkleinen Poeten einen Reimschmidt, einen Poetastcr oder einenSchmierer, ein Name, der in meinen Ohren fast klingt wieKetzer, Bastard, oder Komödiant; einen geringen Grad vonReinlichkeit nennen sie Schweinerei, von Advocatic Zungcn-drcscherei, von Malcrkunst Wcißbinderei. Ein Mensch, dernur eine geringe Courage besitzt, heißt gleich eine alte Hure,ein kleines Werkchcn, ein Wisch u. s. w. Ja, in unfern Zeilenmachen wir es nicht besser, ein kleiner Journalist wird gleichein Ziegra, ein kleiner Grad von Süßigkeit ^scoliismus genannt.Also wenn ein Armer seinem angcborncn Trieb zu Reisen zuFuß eine Gnüge thun will, so heißt er ei» Landstreicher. Aberist dieses philosophisch und christlich gedacht und gesprochen?Alle honette deutsche Gesellschaften sollten alle ihre Macht, undwenn es nicht anders sein konnte, wenigstens ihre Ohnmachtanwenden, einem solchen Übel zu steuern, und entweder dasWort von dem Begriff durch Gelindigkeit scheiden, oder, wenndie Scheidung nicht angehen sollte, den ganzen Plnnder miteincmmal wegwerfen. Denn wenn dieses noch 20li Jahre sofortgeht, so weiß ich nicht, was wir mittelmäßigen Kopfe end-lich anfangen wollen. Die güldene Mittclstraße und alle, diedarauf wandeln, werden mit solchen Wörtern belegt werden,daß man sich lieber ans dem Wege zum Galgen als auf demsel-ben wird antreffen lassen. Alle können wir doch fürwahr nichtimmer mit sechscn fahren, oder mit vieren im Mcßcatalogus