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nicht das lächerliche Bild, welches eine spöttische Stadt von ihmgemacht hat, und welches desto betrüglichcr ist, weil es Wahr-heit mit Caricatnr verflochten enthält, die man von Anfangals eine Strafe für die crstere für billig und zuletzt gar auchfür wahr ansieht. Betrachten Sic erst die Verdienste des Anti-quarius, des Büchcrkenners, des standhaften Bürgers; ja, Kun-kel, du warst standhaft; betrachten Sic den mesallürten Ehemann,halten Sic dieses mit seinen Lastern, die außer de» beiden Nach-barn nie Andere beleidigten, zusammen, so werden Sie das ge-meine Gemisch finden, das man menschliche Natur heißt und dasdes großen Lärmens, das man davon machte, gar nicht Werth ist.
Soviel ich habe erfahren können, so hat unser Kunkel, alser noch grade Glieder hatte, mit Gläsern gehandelt, nicht mitoptischen, denn seine schon damaligen Kenntnisse des Zustandcsder Gelehrsamkeit seines Vaterlandes hielten ihn ab, einen Han-del zu treiben, der in Deutschland, wo sich die Reichsten wenig-stens mit der Natur in so fern sie mit den bloßen Augen er-kannt wird, schon behelfen, grab zum Bettelstab führt. Nein!Er hat sich zu seiucm Fach die weniger abstrakten und mehrgebräuchlichen Trinkgläser gewählt, anfangs in dem einträglichenVerstand, da sie eine Waarc bedeuten, und bei veränderter Le-bensart behielt er sie noch, aber auch in einem veränderten Ver-stände bei. Es ist merkwürdig, daß sich schon ein Kunkel') indieser Materie hervorgethan hat und zwar ein Verwandter un-
') Johannes Kunkel (von Löwenstern) Chemiker, gest. um17M, schrieb üo arte vilriaria.