Nomancero — Letzte Gedichte.
Ja, draußen sich erhob mit wildem GrimmEin Zanken, ein Gekeife, ein Gekläffe.
Ich glaubte zu erkennen manche Stimm' —Es waren meines Grabmals Basreliefe.
Spukt in dem Stein der alte Glanbcnswahn?Und disputieren diese Marmorschemen?Der Schreckensrnf des wilden Waldgotts PanWetteifernd wild mit Mosis Anathemen!
O, dieser Streit wird enden nimmermehr,
Stets wird die Wahrheit hadern mit dem Schönen,Stets wird geschieden sein der Menschheit HeerIn zwei Partein: Barbaren und Hellenen.
Das fluchte, schimpfte! gar kein Ende nahm'SMit dieser Kontroverse, der langwcil'gen,
Da war zumal der Esel Balanms,
Der überschrie die Götter und die Heil'gcn!
Mit diesem J-A, J-A, dem Gewichr,Dem schluchzend ekelhaften Mißlaut, brachteMich zur Verzweiflung schier daS dumme Tier,Ich selbst zuletzt schrie auf — und ich erwachte.
Epilog.
Unser Grab erwärmt der Ruhm.Thorenworte! Narrentnm!
Eine beßre Wärme giebtEine Kühmagd, die verliebtUns mit dicken Lippen küßtUnd beträchtlich riecht nach Mist.Gleichfalls eine beßre WärmeWärmt dein Menschen die Gedärme,Wenn er Glühwein trinkt und PunschOder Grog nach HerzenswunschJtt den niedrigsten Spelunken,
Unter Dieben und Halunken,
Die dem Galgen sind entlaufen,
Aber leben, atmen, schnaufen,Und beneidenswerter sind,
Als der Thetis großes Kind. —>Der Pclide sprach mit Recht:
„Leben wie der ärmste Knecht