Nomanccro — Letzte Gedichte.
Hier gicbt's Fontänen, welche springen,Dcrtvcilcn nrine Nachtigallen,
Um schönen Rasen zu gefallen,
Sich an den Hals die Schwindsucht singen.
Auch an Abwechslung fehlt es nicht;Heut ist das. Wetter warn, und licht,
Dach wvrgcn schvn ist's herbstlich kalt,Und nebelgrau die Flur, der Wald.
Die Blumen, sie entlauben sich,Die Winde stürmen fürchterlich,
Und endlich flvckt herab der Schnee,Zu Eis erstarren Fluß und See.
Jetzt aber gicbt es Winterspiele,Vermummt erscheinen die Gefühle,
Ergeben sich dein MummenschanzUnd dem berauschten Maskcntanz. —
Freilich, inmitten dieser FreudenBeschleußt sie vft geheimes Leiden,
Trvtz Mummenschanz und Tanzmusik,Sie seufzen nach verlornem Glück. —
Da plötzlich kracht'S. — Erschrecke nicht!Es ist das Eis, das jetza bricht;
Die Rinde schmilzt, die frostig glatte,Die unser Herz umschlossen hatte.
Entweichen muß, was kalt und trübe:Es kehrt zurück — o Herrlichkeit! —Der Lenz, die schöne Jahreszeit,
Geweckt vom Zanberstab der Liebe! —
Groß ist des Herren Gloria,
Hier unten groß, wie in der Höh',Ich singe ihm eine KyrieEleison und Halleluja.
Er schuf so schön, er schuf so süßDas Mcnschenhcrze, und er bliesHinein des eignen Odems Geist,Des Odems, welcher Liebe heißt.
Fort mit der Lyra Griechenlands,
Fort mit dem liederlichen TanzDer Musen, fort! In frömmcrn WeisenWill ich den Herrn der Schöpfung preisen.