Letzte Gedichte.
„Gleichfalls sei» Geist, sein Denke» bliebGanz frei vom Einfluß abstrakterPhilosophie — Er blieb er fclbst!
Der Kobcs ist ein Charakter.
„In seinem schonen Ange glänztDie Thräne, die stereotype;
Und eine dicke Dummheit liegtBeständig ans seiner Lippe.
„Er schwätzt und flennt und flennt und schwätzt,Warte mit langen Ohren!
Eine schwangere Frau, die ihn reden gehart,Hat einen Esel geboren.
„Mit Bücherschreibcn und Stricken vertreibtEr seine müßigen Stunden;
Es haben die Strümpfe, die er gestricktSehr großen Beifall gefunden.
„Apoll und die Musen muntern ihn auf,
Sich ganz zu widmen dem Stricken —Sie erschrecken, so oft sie in seiner HaudEinen Gänsekiel erblicken.
„Das Stricken mahnt an die alte ZeitDer Funken. Ans ihrem WachtpostenStanden sie strickend — die Helden von Köln,Sie ließen die Eisen nicht rosten.
„Wird Kobes Kaiser, so ruft er gewißDie Funken wieder ins Leben,
Die tapfere Schar wird seinen ThronAls Kaisergarde umgeben.
„Wohl möcht' ihn gelüsten, an ihrer Spitz'In Frankreich einzudringen,
Elsaß, Burgund und LothringerlandAn Deutschland zurückzubringen.
„Doch fürchtet nichts, er bleibt zu HauS;
Hier fesselt ihn friedliche Sendung,Die Ausführung einer hohen Idee,
Des Kölner Doms Vollendung.
„Ist aber der Dom zu Ende gebaut,
Dann wird sich der Kobcs erbosenUnd mit dem Schwerte in der HandZur Rechenschaft ziehn die Franzosen.