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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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157
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Letzte Gedichte.

Trensam blieb ich ihm ergeben,Diesem andern großen Christoph,Der das Licht des Heils getragenZn den Heiden durch das Wasser.

Ich vergesse nicht die MildeSeines Blickes. Schweigsam litt er,Klagte nur des Nachts den SternenUnd den Wellen seine Leiden.

Als der Admiral zurück gingNach Hispanien, nahm ich DiensteBei Ojeda, und ich schiffteMit ihm aus auf Abenteuer.

Don Ojeda war ein RitterVon der Fußzeh' bis zum Scheitel,Keinen bessern zeigte weilandKönig Artus' Tafelrunde.

Fechten, fechten war die WollustSeiner Seele. Heiter lachendFocht er gegen wilde Rotten,

Die ihn zahllos oft umzingelt.

Als ihn traf ein gift'ger Wurfspieß,Nahm er stracks ein glühend rotesEisen, brannte damit ausSeine Wunde, heiter lachend.

Einst, bis an die Hüfte watendDurch Mvräste, deren AusgangUnbekannt, aufs G'ratewohl,

Ohne Speise, ohne Wasser,

Hatten wir schon dreißig TageUns dahin geschleppt; von hundertZwanzig Mann schon mehr als achtzigWaren auf dem Marsch verschmachtet

Und der Sunipf ward immer tieferUnd wir jammerten verzweifelnd

Doch Ojeda sprach uns Mut ein,Unverzagt und heiter lachend.

Später ward ich WaffenbruderDeS Bilbao dieser Held,

Der so mutig wie Ojeda,War kriegSknnd'ger in Entwürfen.