Letzte Gedichte.
Seltsam! Aus des WunderglaubensWunderzeit klingt mir im SinucHeut beständig die GeschichteVon Don Juan Ponce de Leon,
Welcher Florida entdeckte,
Aber jahrelang vergebensAufgesucht die WnnderinsclSeiner Sehnsucht: Bimini!
Bimini! bei deines NamenSHoldem Klang, in meiner BrustBebt das Herz, und die verstorbnenJngendträume, sie erwachen.
Auf den Häuptern welke Kränze,Schauen sie mich an wehmütig;
Tote Nachtigallen flöten,
Schluchzen zärtlich, wie verblutend.
Und ich fahre ans, erschrocken,
Meine kranken Glieder schüttelndAlso heftig, daß die NähteMeiner Narrenjacke Platzen —
Doch ani Ende muß ich lachen,
Denn mich dünket, PapageienKrischten drollig und zugleichMelancholisch: Bimini.
Hilf mir, Muse, kluge BcrgfeeDes Parnasses, Gottestochter,
Steh mir bei jetzt und bewähreDie Magie der edlen Dichtkunst —
Zeige, daß du hexen kannst,Und verwandle flugs mein LiedIn ein Schiff, ein Zauberschiff,Das mich bringt nach Bimini!
Kaum Hab' ich das Wort gesprochen,Geht mein Wunsch schon in Erfüllung,Und vom Stapel des GedankensLäuft herab das Zauberschiff.
Wer will mit nach Bimini?
Steiget ein, ihr Herrn und Damen!Wind und Wetter dienend, bringtEuch mein Schiff nach Bimini.