Letzte Gedichte.
Eines Mainzer Tenfelbanncrs,So wie anch dnrch die Magie,
Welche waltet in den Büchern,
Die twn bttrt'gen Hexenmeistern
Aus Byzanz und aus ÄgyptenUnS gebracht und hübsch verdolmetschtBuch der Schönheit heißt das eine,Buch der Wahrheit heißt das andre.
Beide aber hat Gott selberAbgefaßt in zwei verschiedncnHimmclssprachcn, und er schrieb sie,Wie wir glauben, eigenhändig.
Durch die kleine Zittcrnadcl,
Die des Seemanns Wünschelrute,
Fand derselbe damals auchEinen Weg nach Jndia,
Nach der lang gesuchten HeimatDer Gewürze, wo sie sprießenSchier in liederlicher Fülle,
Manchmal gar am Boden ranken
Die phantastischen Gewächse,
Kräuter, Blumen, Stauden, Bäume,Die des Pflanzenreiches AdelOder Kronjuwelen sind,
Jene seltnen Spezereien,Mit geheimnisvollen Kräften,
Die den Menschen oft genesen,
Öfter anch erkranken machen —
Je nachdem sie mischt die HandEines klugen ApothekersOder eines dummen UngarsAus dem * * * Banat.
Als sich nun die GartenpforteJndias erschloß — balsamischWogend jetzt ein Meer von Weihrauch,Eine Sündflut von wollüstig
Ungeheuerlichen Düften,Sinnberauschend, sinnbetäubcnd,Strömte plötzlich in das Herz,
In das Herz der alten Welt.