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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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130
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ILO Romcmcero — Letzte Gedichte.

Und, versteht sich, den HalevyDas Triumvirat der Dichtkunst,

Das dem Saiteuspiel DavidisEinst entlockt die schönsten Laute.

Alcharisi — der, ich wette,

Dir nicht minder unbekannt ist,

Ob er gleich, französ'scher Witzbold,Den Hariri überwitzelt

Im Gebiete der Makame,

Und ein Vvltairianer warSchon sechshundert Jahr' vor Boltair' —Jener Alcharisi sagte:

„Durch Gedanken glänzt GabirolUnd gefällt zumeist dem Denker,

Iben Esra glänzt durch KunstUnd behagt weit mehr dem Künstler —

„Aber beider EigenschaftenHat Jehnda ben Halevy,

Und er ist ein großer DichterUnd ein Liebling aller Menschen."

Iben Esra war ein FreundUnd, ich glaube, auch ein VetterDes Jehnda ben Halevy,

Der in seinem Wanderbnche

Schmerzlich klagt, wie er vergebensIn Granada aufgesucht hatSeinen Freund, und nur den BruderDorten fand, den Medikus

Rabbi Meyer, auch ein DichterUnd der Vater jener Schönen,

Die mit hoffnungsloser FlammeIben Esras Herz entzünden —

Um das Mühmchen zu vergessen,

Griff er nach dem Wanderstabe,

Wie so mancher der Kollegen;

Lebte unstet, heimatlos.

Pilgernd nach Jerusalem,

Uberfielen ihn Tartaren,

Die, an einen Gaul gebunden,

Ihn nach ihren Steppen schleppten.