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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
87
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Zweites Bnch, Lamentaiiom».

Es trägt dich die goldnc KarosseZum kerzenschimmcrnden Schlosse;Es rauschet deine SchleppeHinauf die Marmortrcppc;

Dort oben, in bunten Reihen,

Da stehen die Diener und schreien:lUnäunnz In Llonrtssss äs t-luäolisläU

Stolz, in der Hand den Fächer,

Wandelst du durch die Gemächer,

Belastet mit DiamantenUnd Perlen und Brüsseler KnutenDein weisser Busen schwelletUnd freudig überquellet.

Das ist ein Lächeln und NickenUnd Knixen und tiefes Bücken!Die Herzogin von Padia,

Die nennt dich:cmra nrin,"

Die Junker und die Schranzen,

Die wollen mit dir tanzen;

Und der Krone witziger ErbeRuft laut im Saal:SüperbeSchwingt sie den Steiß, die Gudelfcld!"

Doch, Ärmste, hast du einst kein Geld,Dreht dir den Rücken die ganze Welt.Es werden die LakaienAns deine Schleppe speien.

Statt Bückling und ScherwcnzcnGicbt's nur Impertinenzen.

Die enra, mia, bekreuzet sich,

Und der Kronprinz ruft und schneuzet sich:Nach Knoblauch riecht die Gndclfcld."

Winter.

Die Kalte kann wahrlich brennenWie Feuer. Die MenschenkinderIm Schneegestöber rennenUnd laufen immer geschwinder.

O bittre Winterhärte!

Die Nasen sind erfroren,

Und die Klavier-KonzerteZerreißen uns die Ohren.