Erstes Buch. Historien.
„O, verderbe unsre Feinde,
Diese Fremden, die aus fernenUnd noch unentdeckten LändernZu uns kamen übers Weltmeer —
„Warum ließen sie die Heimat?
Trieb sie Hunger oder Blutschuld?Bleib im Land und nähr dich redlich,Ist ein sinnig altes Sprichwort.
„Was ist ihr Begehr? Sie steckenUnser Gold in ihre Taschen,
Und sie wollen, daß wir drobenEinst im Himmel glücklich werden!
„Anfangs glaubten wir, sie wärenWesen von der höchsten Gattung,Sonnensöhne, die unsterblichUnd bewehrt mit Blitz und Donner.
„Aber Menschen sind sie, tödbarWie wir andre, und mein MesserHat erprobet heute nachtIhre Menschensterblichkeit.
„Menschen sind sie, und nicht schönerAls wir andre, manche drunterSind so häßlich wie die Affen;
Wie bei diesen, sind behaart
„Die Gesichter, und es heißt,
Manche triigen in den HosenAuch verborgne Affenschwänze —Wer kein Äff', braucht keine Hosen.
„Auch moralisch häßlich sind sie,Wissen nichts von Pietät,
Und es heißt, daß sie sogarIhre eignen Götter fräßen!
O, vertilge diese ruchloSBöse Brut, die Gvtterfresser —Vitzliputzli, Putzlivitzli,
Laß uns siegen, Bitzliputzli!" —
Also sprach zum Gott der Priester,Und des GotteS Antwort töntSeufzend, röchelnd, wie der Nachtwind,Welcher koset mit dem Seeschilf: