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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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56
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Nomancero Letzte Gedichte.

Cortcz selbst das teure Bauner,Er, der Feldherr, und er trug esHoch zu Ruß bis gegen Abend,

Wu die Schlacht ein Ende nahm.

Hundertsechzig Spanier fandenIhren Tod an jenem Tage;

Uber achtzig fielen lebendIn die Hände der Indianer.

Schwer verwundet wurden viele,Die erst später unterlagen.

Schier ein Dutzend Pferde wurdeTeils getötet, teils erbeutet.

Gegen Abend erst erreichtenCortez und sein Heer das sichreUferlaud, ein Seegestade,

Karg bepflanzt mit Trauerweiden.

II.

Nach des Kampfes SchrcckcnstagKommt die Spuknncht des Triumphes:Hunderttausend FreudculampcnLodern auf in Mexiko.

Hunderttausend Frcudenlampcn,Waldharzfackcln, Pcchkranzfeuer,

Werfen grell ihr TageslichtAuf Paläste, Göttcrhallen,

Gildenhäuser, und zumalAuf den Tempel Vitzlipntzlis,Gotzenbnrg von rotem Backstein,Seltsam mahnend an ägyptisch,

Babylonisch und assyrischKolossale Bauwerk-Monstren,

Die nur schauen auf den BildernUnsers Briten Henry Martin.

Ja, das sind dieselben breitenNampentreppen, also breit,

Daß dort ans und nieder wallenViele tausend Mexikaner,

Während auf den Stufen lagert:Rottenweis die wilden Krieger,

Welche lustig bankettieren,

Hochberauscht von Sieg und Palmwcin.