Erstes Buch. Historien.
„Geosfroy! Wie traulich ist esHier im stillen Mondschcinsaale,Möchte nicht mehr draußen wandelnIn des Tages Sonncnstrahle."
„„Mclisande! teure Närrin,Du bist selber Licht und Sonne,Wo du wandelst, blüht der Frühling,Sprossen Lieb' und Maienwonne!""
Also kosen, also wandelnJene zärtlichen GespensterAuf und ab, derweil das MvndlichtLauschet durch die Bogenfenster.
Doch den holden Spuk vertreibendKommt am End' die Morgenröte —Jene huschen scheu zurückIn die Wand, in die Tapete.
Der Dichter Firdusi.
I.
Goldne Menschen, Silbermcnschen!Spricht ein Lump von einem Thomnn.Ist die Rede nur von Silber,Ist gemeint ein Silberthoman.
Doch im Munde eines Fürsten,Eines Schaches, ist ein ThomanGülden stetS; ein Schach empfängtUnd er giebt nur goldne Thoman.
Also denken brave Leute,
Also dachte auch Firdusi,
Der Verfasser des berühmtenUnd vergötterten „Schach Nameh".
Dieses große HeldenliedSchrieb er auf Geheiß des Schaches,Der für jeden seiner VerseEinen Thoman ihm versprochen.
Siebzehnmal die Rose blühte,Siebzehnmal ist sie verwelket,
Und die Nachtigall besang sieUnd verstummte siebzehnmal —