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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
41
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Erstes Buch. Historien.

Als des Königs liebste KebsinSolche harte Rede hörte,

Stürzte sie ans ihrer SänfteUnd umhalste den Gebieter.

Boabdil el Chicv," sprach sie,Tröste dich, mein Heißgeliebter,AuS dem Abgrund deines ElendsBlüht hervor ein schöner Lorbeer.

Nicht allein den Trinmphator,Nicht allein der sicggckrönteGünstling jener blinden Göttin,

Auch der blnt'gc Sohn des Unglücks,

Auch der hcldenmüt'ge Kämpfer,Der dein ungeheuren SchicksalUnterlag, wird ewig lebenIn der Menschen Angedenken."

Berg des letzten Mohrensenfzers"Heißt bis auf den hcut'gcn TagJene Hohe, wo der KönigSah zum letztenmal Granada.

Lieblich hat die Zeit erfülletSeiner Liebsten Prophezeiung,Und des Mohrenkönigs NameWard verherrlicht und gefeiert.

Nimmer wird sein Ruhm verhallen,Ehe nicht die letzte SaiteSchnarrend loSspringt von der letztenAndaln fischen Guitarrc.

Gcoffroy Nndstl und Melisnndr von Tripoli.

In dem Schlosse Blähe erblickt manDie Tapete an den Wänden,

So die Gräfin TripolisEinst gestickt mit klugen Händen.

Ihre ganze Seele stickteSie hinein, und LiebcsthräncHat gefeit daS seidne Bildwerk,

Welches darstellt jene Scenc:

Wie die Gräfin den RndälSterbend sah am Strande liegen,

Und das Urbild ihrer SehnsuchtGleich erkannt in seinen Zügen.