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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
138
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Buch der Lieder.

Eingewiegt von MccrcSwcllcnUnd von träumenden Gedanken,Lieg' ich still in der Kajüte,In dem dunkeln Winkclbette.

Durch die offne Luke schau' ichDroben hoch die hellen Sterne,Die geliebten, süßen AugenMeiner süßen Vielgeliebten.

Die geliebten, süßen AngenWachen über meinem Haupte,Und sie blinken und sie winkenAus der blauen Himmclsdecke.

Nach der blauen HimmelsdecteSchau' ich selig lauge Stunden,Bis ein weißer NebelschleierMir verhüllt die lieben Augen.

An die bretterne Schiffswand,

Wo mein träumendes Haupt liegt,

Branden die Wellen, die wilden Wellen;Sie raufchen und murmelnMir heimlich ins Ohr:

Bethörter Geselle!

Dein Arm ist kurz, und der Himmel ist weil,Und die Sterne droben sind festgenageltMit goldnen Nägeln,

Vergebliches Sehnen, vergebliches Seufzen,Das beste wäre, du schliefest ein."

Es träumte mir von einer weiten Heide,

Weit überdeckt von stillem, weißem Ächnee,Und unterm weißen Schnee lag ich begrabenUnd schlief den einsam kalten Todesschlaf.

Doch droben aus dem dunkeln Himmel schautenHerunter auf mein Grab die Sternenaugen,Die süßen Augen! und sie glänzten sieghaftUnd ruhig heiler, aber voller Liebe.