III Buch der Lieder.
Und hinter ihm, Lichtfiinkchcn,
Nebellveit, schimmern die Sterne.
Einst am Himmel glänzten,
Ehlich vereint,
Luna, die Göttin, und Sol, der Gott,
Und es wimmelten um sie her die Sterne,Die kleinen, unschuldigen Kinder.
Doch böse Zungen zischelten Zwiespalt,Und es trennte sich feindlichDas hohe, leuchtende Ehpaar.
Jetzt am Tage, in einsamer Pracht,
Ergeht sich dort oben der Sonnengott,Ob seiner HerrlichkeitAngebetet und vielbesungenVon stolzen, glückgehärteten Menschen.
Aber des NachtsAm Himmel wandelt Luna,
Die arme Mutter,
Mit ihren verwaisten Sternenkindern,Und sie glänzt in stiller Wehmut,Und liebende Mädchen und sanfte DichterWeihen ihr Thränen und Lieder.
Die weiche Luna! Weiblich gesinnt,
Liebt sie noch immer den schönen Gemahl.Gegen Abend, zitternd und bleich,
Lauscht sie hervor aus leichtem Gewölk,Und schaut nach dem Scheidenden schmerzlich,Und möchte ihm ängstlich rufen: „Komm!Komm! die Kinder verlangen nach dir —"Aber der trotzige Sonnengott,
Bei dem Anblick der Gattin erglüht erIn doppeltem Purpur,
Vor Zorn und Schmerz,
Und unerbittlich eilt er hinabIn sein flutenkaltes Witwerbett.
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Böse, zischelnde ZungenBrachten also Schmerz und VerderbenSelbst über ewige Götter.
Und die armen Götter, oben am HimmelWandeln sie, qualvoll,
Trostlos unendliche Bahnen,