Die Heimkehr. 95
Mir ist, als ob ich die HändeAufs Haupt dir legen sollt',
Betend, daß Gott dich erhalteSo rem und schon und hold.
60.
Kind! es wäre dein Verderben,llno ich geb' nur selber Mühe,Daß dein liebes Herz in LiebeNimmermehr für mich erglühe.
Nur daß mir's so leicht gelinget,Will mich dennoch fast betrüben,Und ich denke manchmal dennoch:Möchtest du mich dennoch lieben!
51.
Wenn ich auf dem Lager liege,In Nacht und Kissen gehüllt,So schwebt mir Nor ein süßes,Anmutig liebes Bild.
Wenn mir der stille SchlummerGeschlossen die Augen kaum,So schleicht das Bild sich leiseHinein in meinen Traum.
Doch mit dem Traum des MorgensZerrinnt es nimmermehr;
Dann trag' ich es im HerzenDen ganzen Tag umher.
52.
Mädchen niit den: roten Mündchcn,Mit den Äuglein süß und klar,Du mein liebes, kleines Mädchen,Deiner denk' ich immerdar.
Lang ist heut der Winterabend,Und ich möchte bei dir sein,
Bei dir sitzen, mit dir schwatzenIm vertrauten Kämmerlein.