Ig Biographie.
KaufmcillnSstande, und gründete sich in Hamburg eine angeseheneStellung als Wechselmakler.
Samson Heine, der Vater des Dichters, am 19. August 1764zu Hannover geboren, nach seiner Verheiratung dem Kausmanns-stande angehörig, machte in seinen Jugendjahren den Feldzug inFlandern und Brabant mit, in der Eigenschaft eines Proviant-mcisters des Prinzen Ernst von Eumberland, mit OffizierSrang; sokam er in seinem Kricgsleben auch nach Düsseldorf und dieserAufenthalt entschied seine ganze Zukunft.
Die Familie van Geldern, deren Stammvater Isaak van Geldern,war um das Jahr 170g aus Holland in Deutschland eingewandert.Isaak war ein reicher Mann, der sein Vermögen noch durch bedeu-tende Geldgeschäfte vermehrte, der zugleich aber auch ein warm-fühlendeS Herz für die Leiden seiner damals noch unterdrücktenGlaubensgenossen hatte und eine Verbesserung ihres Loses anstrebte.Das „van" seines NainenS verdankt derselbe wohl kaum einen: Adels-diplom, obwohl bereits im Anfang des 17. Jahrhunderts adlige Judenin Holland lebten und sogar hohe Staatsämter bekleideten.
Erst in Deutschland scheint das „van" in „von" umgewandeltworden zu sein. Wir begegnen ihm zuerst in einem Aktenstück,welches für die Bedeutung der Familie charakteristisch ist. In dem-selben ernennt der Kurfürst Karl Philipp im Jahre 1727 den SohnIsaaks, Lazarus van Geldern, zu seinem Hoffaktor.
Peira van Geldern, Heines Mutter, die ihren Namen später inBetty umwandelte, wurde als Tochter des Lazarus van Geldern am27. November 1771 zu Düsseldorf geboren. Sie hatte eine trefflicheErziehung im elterlichen Hanse genossen, sprach englisch und fran-zösisch so geläufig wie ihre Muttersprache und las die hervorragendstenDichterwerke beider Nationen im Original. Rousseau und Goethewaren ihre Lieblingsschriftsteller. Ihr klarer Geist und ihr poetischesGemüt sind am deutlichsten aus einer Korrespondenz zu erkennen,die aus ihren: 24. Lebensjahre datiert und die uns einen tiefen Ein-blick in ihren Charakter wie in ihre ideale Lcbensanschaunng gewährt.Zugleich klingt aus derselben der tiefe Schmerz um die Leiden desBaterlandes wieder. „Nur der Schwache," heißt es in einen: dieserBriefe, „muß sich ans das große, dennoch aber schwankende Rohr,Etikette, stützen. Obgleich ich mit einem alltäglichen Gesicht undFigur auch einen alltäglichen Geist verbinde, so suhle ich dennoch dieKraft, mich über die Chimären: Vorurteil, Konvcnienz und Eti-kette hinauszuschwingen und nur den Wohlanstand als die einzigeGrenzlinie zu betrachten, um mich alsdann freiwillig unter den Schutzder Religion und Tugend zu begeben. Ich hoffe, Sie werden dieseArt zu denken, billigen; sollte es nicht sein, so bitte ich um einefreundschaftliche Zurechtweisung."