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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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Franz empfing zunächst als ältester Lehensträger seines Namensund Stammes noch die Belehnnng mit den Gößer Lehen, st Er starbam 10. Juni 1751. In dem am 11. September aufgenommenen"Nachlaßinventar nimmt feine Bibliothek einen hervorragenden Platzein. st Sie ist in der Hauptsache noch jetzt im Schlosse Gutenberg vor-handen. Die Herrschast Gutenberg mit ihren Gülten wird an dem-selben Tage auf 147.150, Stubegg auf 85.210 Gulden geschätzt, stFranzens Gemahlin starb am 13. Dezember 1762. In ihrem am10. Mai 1754 verfaßten Testamentest setzte sie zur Universalerbin ihresVermögens von 21.536 Gulden die älteste Tochter Leopolds vonStubenberg, Anna Maria Theresia, ein, die mit Johann ChristophGrafen Wildenstein vermählt war. Wir habeil nunmehr noch ausdie Kinder des am Eingang dieses Kapitels genannten Leopoldzurückzukommen, die in engster Verbindung mit dem ältesten Zweigdes Gesamthauses stehen, der zunächst durch Rudolfs Sohn, Heinrich,vertreten ist.

Für die Kinder Leopolds konnte es als ein großes Glück be-zeichnet werden, daß eine treffliche Mutter, die, von anderen vorzüg-lichen Eigenschaften ganz abgesehen, eine treffliche Verwalterin ihresEigengutes und des ihrer Kinder war, ihnen noch lange zur Seitestand. Sie führte zunächst den Streit mit ihrer Gegnerin Gisbert« umdie Hinterlassenschaft Georgs Herrn von Stubenberg siegreich zu Ende.Erbe dieses Vermögens wurde ihr einziger Sohn, der nach dem Landes-hauptmann genannt wurde und beim Tode seines Vaters erst dreiJahre zählte. Als Gerhaben traten ihr der Bruder ihres verstorbenenGemahls Franz und Sigmund Graf von Wagensburg zur Seite. Derlange Prozeß wider die Gegner ihres Gatten hielt sie Jahre hindurchill Aufregung. Die Familien Saurau und Stubenberg sind die GrazerMontag« und Capulet ihrer Zeit. Freilich heilte die Zeit auch hierdie Wunden, wozu die Mahnung aus kaiserlichem Munde das Ihrigebeigetragen haben mochte. Am 20. Juli 1711 verglich sich der GegnerMaria Reginas, Heinrich von Stubenberg, der nun die Großjährigkeiterlangt hatte, mit der Familie Leopolds, st ja noch mehr: Maria Re-ginas älteste Tochter Maria Henriette vermählte sich im folgendenJahre mit Gisbertas Sohn Heinrich st und nach dessen Tode mitFranz Bernhard Grafen Saurau; st damit waren wohl die letztenSpuren der alten Feindschaft beigelegt. Das Erbe Heinrichs nachseinein Vater Rudolf war ein mäßiges: im Viertel Ennstal die Herr-schast Widen außer Kapfenberg mit 115 und im Viertel Voran mit

st Orig.-Pcrg. vom 3. Dezember 1744, Archiv Gutenberg,st Landrecht Stubenberg, 2 ig.

st Bei Gutenberg gibt es allerdings 92.309 Gulden Abzugsposten, so daßnur 54.841 Gulden der Besteuerung unterliegen.

st Gutenberg-Archiv, 1/2. Das Kodizill vom 22. Juli 1762.st Landrecht Stubenberg, 217.

st Heiratsvertrag vom 12. Juni 1712. Orig., Pap., Steierm. Landesarchiv,st Landrecht Saurau, 14.