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lebten), die infolgedessen schwierig gewordene Haushaltung, vielleichtauch eine wenig rationelle Wirtschaftsmethode, nicht zuletzt aber undganz sicher das harte Steuersystem der Zeit führten die WurmbergerLinie in kaum mehr als als zwei Menschenaltern einer wirtschaftlichenKrisis zu. Nach dem Tode seiner ersten Gemahlin, Anna von Lamberg,hatte Balthasar im Februar 1569 Magdalena von Herberstein geheiratet,die ihm ein nur mäßiges Heiratsgut zubrachte, deren Ansprüche auseine glänzende Versorgung aber auch über die Zeit ihrer Ehe hinaushochgespannte waren. Als Balthasar am 24. März 1583 starb, hinter-ließ er aus erster Ehe sechs Söhne: Franz, Daniel, Georg den Älteren,Wilhelm, Kaspar und Hans, aus zweiter Ehe einen Sohn GeorgSigismund und vier Töchter: Magdalena, Margarete, Elisabeth undSusanna. Bei seiner Kränklichkeit hatte er schon am 1. November 1579sein Testament ausfertigen lassen; nun wurde es am 15. April 1583veröffentlicht. Die beiden Testamentsvollstrecker, der ObristkämmererWolf Herr von Stubenberg und der eigene Bruder der Witwe, ließensich durch Bevollmächtigte vertreten. Der Inhalt des Testamentes zeigtdie ganze Sorglosigkeit seines Verfassers über die Zukunft seines Hauses.Das berechtigte Prinzip, das die weiblichen Mitglieder zu Gunsten desMannesstammes in den Hintergrund schob, wurde hier völlig verlassen.Mit den schweren Lasten, die hier die wittibliche Unterhaltung einer-seits, die Versorgung der Töchter des Hauses andererseits den männ-lichen Erben auserlegte, konnte keiner von diesen bestehen. Schon vomAnfang an gab es Streit. Am 26. April 1583 wurde schließlich einAusgleich getroffen, der zunächst die Ansprüche der Witwe, die vielleichtnoch höher hinausgingen, einschränkte. Es war noch immer ein Be-deutendes, was ihr zugesprochen wurde. Außer ihrem Heiratsgut undder Widerlage noch 5000, zusammen 8660 Gulden, die ihr, falls dieSöhne nicht zahlen konnten, mit fünf Prozent verzinst werden mußten,dann eine Summe von 260 Gulden, die Dörfer Steindors und Nendorf,die Behausung in Pettau, für die ihr aus den Wurmberger Wälderndas nötige Holz zugestellt werden mußte, eine Mühle zu Pobersin,50 Viertel Weizen, ebensoviel an Korn, Heide und Hirse, 200 ViertelHafer, drei Viertel Gerste, je ein Viertel Erbsen und Bohnen, Weingärten,Teiche und was ihr Balthasar sonst alles vermacht hatte, der Fahrnisse zugeschweigen. Bedenkt man, daß den vier Töchtern je 2000 Gulden zu-gewiesen wurden und erwägt man, daß das Gleichgewicht im Haus-halt schon unter Balthasar nicht eingehalten werden konnte, so daßnoch ein stattlicher Schuldenstand nach seinem Tode vorhanden war,so ersieht man die schlimmsten Aussichten für die Zukunft. Das nächstewar ein Verkauf der Güter Halbenrain und Klöch —desalten Emerberger Besitzes, der die Herrengült der Brüder um einganzes Viertel schmälerte. Sie sielen an Wilhelm von Rathmannsdorf,Haus am Bacher war schon vor Jahren verpfändet worden. Derübrig bleibende Besitz wurde dem ältesten Sohn Balthasars Franz inVenvaltung gegeben. Er vermählte sich im April 1584 mit Margaretageborenen Erdödy, die ihm wohl kaum eine größere Mitgift zubrachte.