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Vierzehner und Zehner gejagt. . . Hütt' Euch treulich zu mir ge-wünscht . . , Grüßt mir Eure Frau zu tausendmal gar in's Herz, ichbitte, sie soll mein mit ihren guten Pfirsich und den Weinbeeren nichtvergessen."
Das sind Worte des Herzens, wie sie einer in allen Wechsel-fällen der Lebens erprobten Treue entsprechen.
Fünfundzwanzigstos Kapitel.
Das weitere Aufsteigen der Kapfeuberger und derNiedergang der Wnruwerger Linie.
In der vollen Gunst des Landesfürsten und des gesamten Habs-burgischen Hauses und dessen Verwandtenkreises konnte sich das HausStubenberg kräftig entfalten. Daß das in der Wurmberger Linie nichtgelang, verschuldete jener Zug im Charakter Balthasars, den einstschon seine Gerhaben tadelten. Die Inventars der Wurmberger Herr-schaft geben hierüber vollen Aufschluß. Anders lagen die Dinge inder Kapfenberger Linie, deren jetzige Vertreter im Geiste des altenWolf wirkten. Zwar dessen Erbteilung hatte nicht lange Bestand. Zu-erst 1559 starb — wie erwähnt — als Student in Padua, Jakob,er war erst 13 Jahre alt. Seine Schlösser und Güter fielen an seinedrei Brüder und da der jüngste, Friedrich, seine Vogtbarkeit noch nichterlangt hatte, einigten sich die älteren dahin, daß Hans Mureck ab-treten, dafür Neustadt in Böhmen, Schloß und Herrschaft Gutenberg,einige zu Unterkapfenberg gehörige Ämter, dann die öden SchlösserPilichdorf und Hasbach — zweifellos war auch Steiersberg inbegriffen -erhalten solle. Friedrich bekam außer einigen Nnterkapfenberger ÄmternFrauenburg und Stubeck uud Wolf Unterkapfenberg samt Oberkapsen-berg und Mureck. In den Steuerbüchern ist die Teilung nicht vermerkt;wie es scheint, lag für längere Zeit die Verwaltung vornehmlich inden Händen des ältesten Bruders Hans. Als Ältester erhielt er —wenn man die Zeitfolge berücksichtigt, am 11. Februar 1557 dieSt.-Lambrechter Lehen. Es waren nicht weniger als 93 Stücke, welchedie Belehnungsurkunde einzeln anführte, dann folgt am 29. Oktoberdie Belehnung mit dem Schenkenamt, dem Kapfenberger Landgerichtund dem Wildbann, der Fischweide von Allerheiligen bis Bruck unddem großen und kleinen Zehnt in der Ebene des Mürztales.Z Fürdie Gutenberger Stücke erhielt er, da trotz aller Mahnungen die Ur-kunden noch nicht abgeliefert waren, den Lehensurlaub aus ein Jahr,der dann von Zeit zu Zeit verlängert wurde. Am 25. September1562 bekamen die Brüder die von alters her zum Schloß Gutenberggehörige Vogtei über die im Landgerichte St. Ruprecht liegenden Güterder Propsteien von Berchtesgaden und Seckan als landesfürstliche
9 Alles nach den Akten des steierm. Landesarchivs.
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