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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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zudanken und abzufertigen, er hatte die hinterlasfenen FahrnisseKarls II, inventarisieren zu lassen. Da mit dem Tvde Karls II. auchWolfs Bestallung als Obristkämmerer erlosch, sein Scheiden aus demDienste den Hinterlasfenen aber manche Unannehmlichkeit bereitet hätte,bittet ihn Erzherzog Ferdinand von Tirol, sich mit seinem Abschiednoch eine Zeit zu gedulden und bei den bevorstehenden Landtagen dasBeste zu tun. Man versehe sich keiner Weigerung von seiner Seite.Wie groß das Vertrauen war, das die erzherzogliche Familie in dieGeschäftskenntnis Wolfs setzte, sieht man aus dem Schreiben des Erz-herzogs Ernst an ihn vom 14. Jänner 1591: Da der Landtag bereitsam 4. Februar angehen soll, ein Landeshauptmann aber noch nicht er-nannt ist, möge er etliche wohlqualifizierte Personen in Vorschlagbringen. Vier Tage später benennt er die besten Anwärter für diesAmt: Hans Ambros Grafen von Thurn, Herrn Max Schrattenbach,Herrn Sigmund Friedrich von Herberstein, Herrn Gottfried Preiner,Herrn Christoph von Teuffenbach und Herrn Christoph von Räcknitz.Selbst in den Fällen, in denen man sich noch an seine Amtsführung alsObristjägermeister erinnerte, wurde sein Rat und seine Hilfe gesucht: „ObAndre von Herberstorsf oder sein Vater Recht hatte, Rot- und Schwarz-wild zu fällen." st Wie am erzherzoglichen Hofe schätzt man seine Diensteauch am Hofe Rudolfs II. Er wird zur Entgegennahme der HuldigungRudolfs am 22. September 1577 besonders geladen. Als Wolfs gleich-namiger Sohn sich mit Katharina, der Tochter Johann Kinskps, ver-lobte, ist Rudolf II. ein warmer Fürsprecher dieser Heirat: „dieweilermelter Chinsky ein stattlicher und uralter von; Adel und Ritter-stand der Krone Böhmens ist, beide Ansehen und Vermögen haben, soermessen wir solche Verehelichung als ganz thuulich und hoffen, duwerdest deinen Konsens geben". Wolf schreibt dazu: „Ein gnädigesSchreiben von der kaiserlichen Majestät, meinen Sohn Wolf betreffend."Wiederholt hat Wolf den Kaiser bei festlichen Gelegenheiten zu ver-treten. Und wie er in vollem Maße das Vertrauen seines fürstlichenHerrn und des gesamten Hauses Habsburg genießt, so legt auch dieLandschaft in wichtigen Angelegenheiten ihre Sache in seine treuenHände. Er empfängt den Dank der Landschaft, wenn er wie 1575ihre Abgeordneten beim Brucker Desensionstage in seinem Hause auf-nimmt und bewirtet; von ihm verlangen die Landesverordneten Ratund Gutachten, wie es zu halten sei, wenn ein Landmann als derLetzte seines Namens stirbt, ob er sein Gut seinem Gefallen nach ver-machen oder verschenken darf, ungehindert der Erben, seiner Schwesternoder anderer von weiblicher Seite.

Die Freude an der Jagd, die sein Fürst und die Erzherzogin mitWolf teilen, bringt sie persönlich am meisten nahe. Wie dankt dieErzherzogin für die feisten Wachteln, die Wolf ihr sendet: „Sag' Euchzu tausendmal großen dank, daß Ihr an mich gedacht. Mein Ferdinandsängt auch schon Wachteln . . . Wir haben vorgestern in Schachen einen

st Ebenda, 12/75.