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nicicze, Wosncispi, Woschiczek, Worschafka, Kulstafi, Sacravi, Besla-vice, Veribice, Markt Pite Hola, Pravadof, Svrecz, Thamkof, Wer-chofni, Studenki und Laczkof mit allen Gülten nm 25.000 SchockGroschen an Wolfgang von Stubenberg verkauft Habels
Wir haben fchon aus der nächsten Zeit ein Verzeichnis derMeliorationen, die Wolf in Neustadt vornehmen ließ.^) Da wird eineneue Messerschmiede gebaut, „die vorhin nit gewesen ist"; da werdenWehre angelegt, Meierhöfe zerteilt, Mühlen gebaut, „Gärten mitSchranken umfangen", Malzhäuser errichtet, besonders viel aber in derTeichwirtschaft geleistet. Man kennt die große Bedeutung, die derFischzucht auf den einst Rosenbergischen Gütern des fürstlichen HausesSchwarzenberg im südlichen Böhmen zukommt. Der Begründer dieserberühmten Teichwirtschaft war der Teich- und Landwirt Jakob Kertschinvon Jeltschan. Wenn man nun unter den böhmischen Dienern desHauses Stubenberg einen Jeltschan findet und Kertschin, nach welchemder Teichwirt sich nannte, in der Nähe von Neustadt liegt, wenn manweiterhin vernimmt, daß Jakob Kertschin von Jeltschan eine Zeitlangbei einein Nachbarn des Stubenbergers, dem Herrn Wilhelm Trökavon Lipa bedienstet war, so liegt es nahe, anzunehmen, daß er diegenaue Kenntnis der Teichwirtschast auf dem nunmehr StubenbergischenGute Neustadt a. d. Mettau erworben und sie dann in: Dienste desHauses Rosenberg in Anwendung gebracht hat. Wir finden unter denStubenbergakten ausführliche Register über die Erträgnisse der Teichein den einzelnen Jahren und staunen mit Recht über ihre Höhe. Auchin anderen Wirtschaftsbetrieben wurde genau gearbeitet. Es liegen nochausführliche Register über die Ergebnisse der Ernte in den einzelnenJahren vor, über die Ausgaben, die bei den Meierhösen notwendigsind, über Preise, Löhne, Einnahmen- und Ausgabenregister u. s. w.Die Herrschaft Wolfs ist eine milde. Der Pfleger wird angewiesen,die Untertanen in ihrem Recht zu schützen und zu schirmen, darauf zusehen, daß die Gründe nicht öde liegen. Ihm sind untergeordnet einBurggraf oder Verwalter, ein Rentenschreiber, zwei Lausburschen, einTorwart und zwei Wagenknechte. Die Besoldung des Pflegers ist einestattliche: er hat Wohnung und Garten, in Barem 130 Taler, fürdrei Pferde 140 Scheffel Hafer, dann bekommt er 85 Scheffel Korn.7 Scheffel Erbsen, 15 Scheffel Gerste, 94 Scheffel Weizen, das Futterfür 5 Kühe, 2 Schock Karpfen, l'/z Schock Hechte, 3 Zuber kleineFische, die Mast für 1 (!) Schwein und 3 Ochsen, die entsprechendenGemüse u. s. w. Jagen darf er nur Wölfe und Füchse.^) Der Bürger-fchaft wurden ihre alten Freiheiten, Urkunden und Briefe am 9. Fe-bruar 1549 bestätigt.
In dein neuen Besitz in Böhmen hatte Wolf auch mit kirchlichenAngelegenheiten zu tun. Der böhmische Aufstand von 1547 hatte be-
tz Kopie, Stubenberg-Archiv.
0 Auszug, mit wo man die Herrschaft Neustat im künigreich (Böhmen)bessert hat. Stubenberg-Archiv, 26/163.
2) Bestallungsbrief des Pflegers Sturm vom 24. April 1555.