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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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sich der übertriebenen Hoffnung hingegeben zu haben, daß ihr Schlaningohne alle Entschädigung, die sie an Batthpanp leisten müßte, zufallenoder daß er mit einer Summe von höchstens 2000 Gulden abgefundenwerden würde. „Das kann ich", schreibt Wolfgang mit Recht, „nichtverstehen. Ich laß das Inventar abschreiben." Zu diesem Zwecke hatteer seinen erprobtesten Wirtschastsbeamten Bartlme Haslinger nachSchlaning abgesandt. Von dem Ergebnisse seiner Nachforschungenmachte er den Erwerb der Herrschast abhängig. Seine Instruktion istnoch erhalten, st Da wird auch das kleinste nicht vergessen: „Wenn dunach Schlaning kommst, frage nach jedem Stück, nach Höfen und Huben,Hofstätten und Überland, nach allem, was zinsbar ist und zinsbar war,nach dem Getreide- und Kucheldienst, nach der Zahl der Meierhöse,wie viel Schober Korn, Weizen, Gerste, Hirse, Heide, wie viel FuderHeu, Rüben und Kraut eingebracht werden, wie es mit dem Anbauund Fechsung, mit Löhnen und Getreidepreisen steht, was die Rinder-und Fischzucht bringt, wie es mit den: Forstwesen steht. Wie vielebesetzte Dörfer es vor den Türkeneinfällen gegeben." Da sieht manin jeder Frage den erfahrenen Landwirt. Haslinger schreibt neben dieeinzelnen Fragen die Antworten: „Es ist nur ein lateinisches ltrbarda; jetzt soll's verdeutscht werden." Da sind die Geldzahlungen ver-merkt: „Stiftspfennige werden nicht gegeben, an Kucheldienst nurHühner und Eier. Der Getreidedienst ist im Urbar ausgewiesen. EinMeierhof erbaut, wenn's hoch kommt, 50 Schober Korn oder Gerste.Man hat keine ,Pflüg oder solches Zeug am Hof und muß alles mitder Robot ausrichtend Man baut nicht Hirse und Heide, wohl aberKraut und Rüben oder Flachs (Har), wie man's zum Hof brauchtund bauen will, denn man hat Felder genug. Es gibt um Rechnitzund anderen Orten Hochfelder, so daß man in der ganzen Herrschaft600—800 Schober Weizen, Korn und Hafer mit der Robot erbauthat. Die Bauern müssen anbauen, brechen, säen, schneiden, dreschenund erhalten nur, wenn sie das Getreide ins Schloß führen oder beimSchloß ,in Rüben, Kraut oder in Zimmerholz arbeiten, Brot undeinen Trunk". Heu hat man in guten Jahren 400—500 Fuder. Wein-zehnt gibt es nicht. Erbaut wird an die 100 Faß, von denen 40 imHaus verbraucht und 60 verkauft werden; was den Preis belangt,gilt ein Startinst vier Pfund. Auf einen Meierhof kommen 40 Kühe,60 Schafe, 100—150 Schweine." So werden die Fragen im einzelnenbehandelt und die Lohnpreise erörtert. „Der Pfleger bekommt 32 Pfund,von den zehn Knechten, die vorhanden find, erhält einer im Jahre8 Pfund, das Essen und täglich ein Viertel Wein. Dann hat manda zwei Wächter, einen Kellner, eine Köchin, einen Pfister; die Wächtererhalten 6, der Kellner und die Köchin je 17, der Pfister 100 Pfund

st „Den 16. October im 4V iar aufzaichent, was sich Bartlme Haslingermein Pfleger auf Fraunburg alles am Wolffen, so Pfleger zum Schlaning gewestist, erkundigen nnd gar aigens sambt aines jeden umbstanden und anhenngenpeschreyben sollt."

st Ungefähr 56V Liter.