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verschaffen/) ein Auftrag, dessen er sich im Verein mit drei anderenkaiserlichen Räten nach Möglichkeit entledigt, wie er auch am 10. Juni1490 verhalten wird, die kaiserliche Anordnung über die Einziehungder ungarischen Münze bekanntzumachen und auszuführen. Friedrichscheint beim Kaiser hochangesehen gewesen zu sein. Bei dessen Leichen-begängnis ist er es, der den Helm zu tragen hat./
Friedrich hatte nach dem Regierungsantritte Maximilians eineganze Reihe unangenehmer, zeitraubender und kostspieliger Geschäftezu erledigen. Da gab es noch Beschwerden aus dem ungarischen Krieg,in welchem der Söldnerführer Jan Swelskp trotz eines „friedlichenAnstands", der unter Zustimmung des Kaisers mit König Matthias ab-geschlossen worden war, sich des Schlosses Grabern bemächtigte undes sieben Jahre hindurch innehatte. Friedrich schlug den erlittenenSchaden auf die stattliche Summe von 7000 Pfund an. Das Schloßselbst konnte er nur zurückgewinnen, indem er Gewalt gegen Gewaltsetzte, was zu einem längeren Prozesse führte, dessen Einzelheiten leiderauch nicht klar zu Tage liegend) Aber interessant ist hiebet ein anderesMoment. Noch gibt es Reminiszenzen aus der Baumkircherzeit; Friedrichstellt jetzt die Bitte, ihm sein mütterliches Erbe, das Amt zu Tressenund in der Geil, nach dem bisherigen Inhaber Hans von Wolkensteinwieder zu verschaffen, „wie schon früher deshalb Verordnungen aus-gegangen seien, die dessen Witwe verachtet hat"./ Wie es scheint,wurde seitens des kaiserlichen Hofes eine förmliche Aufnahme des Besitz-standes Friedrichs von Stubenberg vorgenommen und seine Besitztiteleiner Prüfung unterzogen. So ist es zu deuten, wenn an den Land-schreiber der Steiermark, Andre Spangsteiner und Kaspar Grifenbergerder Befehl ergeht/) alle Friedrich von Stubenberg gehörigen Güteraufzunehmen und hierüber an die Statthalter nach Wien zu berichtenoder wenn ihm vierzehn Tage später befohlen wird, den Vertrag wegendes Wildbannes und Forstes zu Halbenrain und Wurmberg - alsVormund seiner Neffen — an die Regenten zu schicken. Am 2. Septemberwurde er — Maximilan weilte damals in Antwerpen — zum Landtagnach Marburg gerufen. In Bezug aus die Restituierung der Stuben-bergischen Besitzungen in Kapfenberg gingen Friedrich und Wolfganggemeinschaftlich vor./ Auch die von Leutold an Anna von Stubenberg,Witwe nach Bernhard von Starhemberg, verpfändeten Güter, die dannum die Summe von 2000 Pfund an Hans von Kranichberg gekommenwaren, wurden nun ausgelöst, allerdings aber bald wieder verpfändet.
st Schreiben vom 13. April 1490, Orig., steierm. Landesarchiv,st Unrest, dbron. Xn8tr., 791.
st Zwei Kopien, Pap., steierm. Landesarchiv, 7939 n. Dort wird die Sache auf1482 gesetzt, was nicht möglich ist, da von „K. Mt löblicher Gedächtnus" ge-sprochen wird.
st Am 14. Februar 1494, Original, steierm. Landesarchiv,st Schreiben Wolfs an Friedrich vom 6. Oktober 1495, Orig.-Perg., steierm.Landesarchiv.
st Not.-Bl. IX, 437.