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Am 18. Mai 1493 endete die Vormundschaft Friedrichs über seineNeffen Kaspar und Balthasar, denen nun das Schloß Wurmberg samtZugehör als Erbteil nach ihrem Vater Hans eingeantwortet wurde, ffAuch diesmal war die Übergabe uicht ohne Streit abgegangen, wir sindüber die Einzelheiten nicht unterrichtet, aber es wird sich um das groß-väterliche Erbe gehandelt haben, an dein Hans ebensoviel Recht hatteals Friedrich, ff Dieser hatte sich in jenen Tagen mit Elsbeth, derTochter Wilhelms von Loseustein, vermählt, die ihm ein Heiratsgut von899 Pfund mitbrachte, das ihr mit 1299 Pfund widerlegt wurde. Friedrichscheint sich keiner festen Gesundheit erfreut zu haben. Schon an: 14. Juni1592 machte er in Stubeck sein Testament. Er lag damals an schwererKrankheit danieder. Seinen Besitz vermachte er seinem einzigen SohneGeorg. Da seiner Meinung nach die übrigen Herren von Stubenbergalte Forderungen geltend inachen dürsten, ernennt er keinen von diesenzu Gerhaben, sondern nebst seiner Frau seinen Schwager Wilhelm vonLosenstein, dann seinen Vetter Bartlme zu Perneck und den Landes-hauptmann von Steier, Reinprecht von Reichenburg. Sobald Georgvogtbar wird, soll er sein Erbe antreten und seiner Mutter jährlich299 Pfund zuweisen, auch eines seiner Schlöffer, mit Ausnahme vonStubeck. Sollte Georg vor seiner Vogtbarkeit sterben, so fällt sein Erbean die Stubenberge. Friedrichs Leichnam soll in Paffail beigesetztwerden, wo sich auch das Begräbnis seines Vaters Leutold befindet;alter Sitte entsprechend wird der Kirche ein gedecktes Pferd gewidmetund eine Stiftung gemacht, die mit 199 Pfund dotiert ist. ff Spätgenug brachte er auch — es war am 18. Oktober 1592 — die Ansprücheseiner Schwester Helene, der Gattin Wolfgangs von Stubenberg, inRichtigkeit/) Friedrich starb am 18. November 1592. Die Ermahnungenseines Vetters Wolfgang an seine Söhne enthalten einige charakteristischeStellen, die Friedrich betreffen. Indem er sie bittet, sich auf die Ver-wandten nicht zu verlassen, sagt er: „Wie die sind, seht Ihr an VetterFriedrich. Der rufts in alle Welt hinaus, welche Dienste er mir, weißGott, erwiesen hat. In Wirklichkeit ist er nur zu mir gekommen, wenner Geld gebraucht hat und nie hat er mir einen Gulden zurückgezahlt,von dem ich nicht feinen Schuldschein in Händen hatte."
Am 18. Dezember ließ die Witwe ihrem Gemahl „die dreißigsteBegängnis" zu Paffail in der Pfarrkirche abhalten und dann ein In-ventar von den Schlöffern Stubeck, Klöch und Halbenrain unddem Haus in Graz aufnehmen. Die Schulden au Wolfgang belaufensich auf 1499 Pfund. Friedrichs Witwe ließ alle Briefe, Siegel, Urbareund Register, die sich auf den Besitz ihres Sohnes bezogen, versiegelnund ein Verzeichnis hievon anlegen. Es ist noch erhalten und gibteine gute Übersicht über den Bestand dieses Teiles des Stubenbergifchen
ff Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, Not.-Bl. IX, 137.ff 11W, März 23.
ff Orig.-Perg., Haus-, Hof- und Staatsarchiv,ff Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv.