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dienste Baumkirchers um Hans, daß er ihretwegen über Vater undGeschwister und die ganze Sippe hinweggeht? Hans sagt es selbst:er habe bei Baumkircher Hilfe gefunden, als er um sein Erbe streitenmußte,') eine Hilfe, die ihm auch für den Fall zugesichert wurde, „daßer oder seine Leibeserben jemals in ihrem Besitze bedroht und vonihrem Gut gedrungen werden sollten"/) Das war auch der Fall.Baumkircher hat sich noch in den letzten Stunden seines Lebens mitder Frage abgemüht, wie er dem Stubenberg, seinem Schwieger-sohn, Herrschaften und Schlösser retten könnte.") Damit stimmen auchoffizielle Aufzeichnungen überein: sie sprechen davon, daß die Motive,sich an Baumkircher zu halten, für Hans von Stubenberg darin lagen,daß der Kaiser ihm und seinem Vater sein Erbe gewalttätig genommenund es seiner Stiefmutter gegeben habe/) Es war sonach ein Streitim Hause Stubenberg selbst, der den Bund zu stände brachte. Baumkircherund Hans haben dann bis zur letzten schweren Stunde, die jenembestimmt war, treu zueinander gehalten.
So liegen die Dinge, die doch noch einer genaueren Erklärungbedürfen.
Hatte der Kaiser schon die große Vermehrung des StubenbergischenHausbesitzes durch den Anfall des Pettauer Erbes sorgenvoll vermerktund sich dessen bedingungsweisen Anfall in der Zukunft gesichert, sotat er es mit dem Emerberger Erbe, das an die Stubenberge gefallenwar, nicht anders. Ursula hatte, wie bemerkt, noch zu Anfang desJahres 1458 Verfügungen über dies Erbe zu Gunsten ihres Gemahls,des Landeshauptmannes Leutold, getroffen. Wenn sie nun im Sommerdes folgenden Jahres ihr Erbe im Fall ihres kinderlosen Abgangesdem Kaiser verschreibt, konnte das von Leutold nicht anders als einunfreundlicher Akt bezeichnet werden. Allerdings finden wir Leutoldnoch in engem Verkehr mit Friedrich III. Vielleicht hat er dem Gegen-stand, da Ursula ja zwei Kinder hatte, nicht die Bedeutung beige-messen, die ihm zweifellos zukam. Auch das Verhältnis Hansens zuseinem Vater ist noch das beste. Im Herbste 1460 wird Hans groß-jährig. Er erhält jetzt von seinem Vater das reiche mütterliche Erbeeingeantwortet. In Anbetracht der treuen Liebe, die der Vater ihmerwiesen, überläßt er diesem all das Seine für den Fall, daß er mitTod abginge. Nicht genug daran: einen Monat später überläßt er
st „Nmb die getreuen früntlichen hilf und beistand, die mir der edel herreAndree Pamkircher... erzaigt, damit er mich dann bey meinem erb und guetbehalten hat; das dann durch in auf sein aigenhaft guet, kostung und zerung,ungespart seines leibs und guets an all mein darlegen beschechen," Not.-Bl. IX,
383/381.
st „Ob sich furon begab, das man mich oder mein leibserben von unsermerb und guet dringen ... wolt..."
st Des Paumkirchers Tod. Gleichzeitiger Bericht mitgeteilt von Joachim-sohn, Beiträge, XXIII, 5: „Pamkircher hat nit abgelassen und für und fürernstlich gebeten, seinem aydem die slosser widerumb zu geben und unzerbrochenzu behalten zu vergunnen..."
st K. k. Staatsarchiv, Hofschatzgewölbbuch III, Fol. 131 d.
Loserth, Gesch. d. altsteir. Herren- u. Grafsnhauses Stubenbsrg. 9