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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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von Neidberg zum Hauptmann des steirischen Aufgebotes ernannt.Im Jahre 1446 beerbt er zugleich mit seinem Vetter Hans seinen OheimWülfing und gibt jenem das Amt zu Kraubaten auf Lebenszeit.^) Alser sein Ende herannahen fühlte, freite er den Grund, auf dem dieAlexiuskirche zu St. Katharin in der Lobming steht, von allen Lastenfür ein Seelgeräte. Im Jahre 1454 wird er bereits unter den Totengenannt, ch

Glänzender war jedenfalls das Emporsteigen der Nachkommen-schaft Jakobs. Das Oslix Xrwtria nnds konnte im zweiten Vierteldes 15. Jahrhunderts auch auf das Haus Stubenberg angewendetwerden. Hier ist es auf der einen Seite die Verbindung mit demHause Perneck, auf der andern vornehmlich die mit den HäusernPettau und Emerberg, die das Haus Stubenberg auf eine Höheterritorialer Macht brachte, die der landesfürstlichen Gewalt gefährlichzu werden drohte. Konnten schon die Väter der beiden in Redestehenden Stubenberge, Jakob und Friedrich, als glückliche Mehrerererbten Besitzes angesehen werden, wie sehr werden sie hierin vonihren Söhnen Hans und Leutold übertrofsen, die beide auch in derLandesverwaltung eine höchst rühmliche Rolle spielen. Wenn wir zunächstdie Persönlichkeit Hanfens von Stubenberg ins Auge fassen, der seinenNamen nicht nach seinem gleichfalls bedeutenden Vetter, sondern nachseinem Großvater Johann von Liechtenstein trägt, so muß man bedauern,daß über seine Jugend und sein erstes öffentliches Auftreten so gutwie nichts überliefert ist. Als gereifter Mann tritt er uns in denUrkunden entgegen, zum ersten Male in der Verzichtsurkunde seinerSchwester Kreszenz bei ihrer Vermählung mit Konrad von Kreigh.Sieht man, daß er noch in jungen Jahren die höchsten Stufen inder Laudesverwaltung erreicht und zeitweise als Vorsitzender dem Reichs-gericht präsidiert, so muß seine Ausbildung eine ganz vortreffliche ge-wesen sein. Schon die zweite Urkunde, die wir von ihm haben, sprichtvon seiner Vermählung und da darf die Verbindung mit dem alten,angesehenen Geschlechte der Perneck als eine äußerst glückliche bezeichnetwerden. Am 11. November 1429 bekennt Hans, von seinem Schwieger-vater Erasam von Perneck 1000 Pfund guter Wiener Pfennige alsHeiratsgut von dessen Tochter Anna erhalten zu haben, wogegen er2000 Pfund widerlegt und auf eine Anzahl von Besitzungen in Steier-mark und Österreich sicherstellt.^) Hievon gelten 500 Pfund als Morgen-gabe, mit der die Frau schaffen darf, wie sie will. Für die gesamten3000 Pfund werden ihr zehn Prozent in namentlich genannten Gültenüberlassen. Stirbt Anna vor dem Gemahl, so darf er die 1000 Pfundaus Lehenszeit genießen, überlebt ihn die Frau, so darf sie in gleicherWeise die 1500 Pfund, die über ihre Morgeugabe und Heimsteuer

0 Kumar, Geschichte von Herberstein, II, 101.

2) Not.-Bl. IX, 374.

6) Steierm. Landesarchiv, 6450. Sieh Beiträge, VI, 1364) Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 52, 22 a. Moderne Kopie, 5263 a,Not.-Bl. IX, 342, aber mit dem falschen Jahr 1430.