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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
Entstehung
Seite
111
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III

Gressing die Annahme einer Stiftung und eine Übereinkunft, die ermit Ulrich getroffen habe. Danach verpflichtet sich der Pfarrer mitseinen Priestern und Schülern „jeden Sonntag Abend und aller FrauenAbend" nach der Vesper ein Lalvs UsAinu zu singen und jeden Tagin der Fastenzeit gewisse Gebete zu verrichten. Jeden Montag muß einAmt zu Ehren Unserer Lieben Frau gesungeu werden, desgleichen jedenMittwoch „zu Hilf und Trost Ulrichs, seines Vaters'Ulrich und seinerMutter Agnes, seiner Kinder und der abgeschiedenen Seelen seinesganzen Geschlechtes väterlicher- und mütterlicherseits". Zu diesem Zweckestiftet Ulrich jährlich sechs Pfund, die zu Georgi auszuzahlen sind.Wenn der Pfarrer die Festsetzungen der Stiftung nicht erfüllen sollte,haben die Bürger Anzeige bei der Herrschaft zu erstatten. Dann werdendie sechs Pfund bis zur Erstattung des Gottesdienstes zurückbehalten.Wird dieser trotzdem nicht abgehalten, so werden die Gelder für Meß-gewänder und Bücher verwendet, st

Dreizehntes Raxikel.

Otto und Andre» Hans und Anna von Stuben borg.

Der Anteil des Hauses Stnbcnberg an der Vermählungs- undKrönungsfeier Kaiser Friedrichs III. Die Erwerbung von Frauen-burg und Liechtenstein und der Verkauf von Piillau.

Von den beiden Söhnen Ottos des Jüngern, Otto und Andre,war jener der Bedeutendere. Man meint, daß seine Gattin Margareteaus dem gräflichen Hause der Forchtenstein stammte. Daraus bezögesich danu die Urkunde vom 14. Dezember 1430, in welcher GrasWilhelm von Forchtensteiu an Otto das halbe Haus zu Forchtensteinund das Haus zu Kowoldsdorf verschreibt, st Noch später verkauftWilhelm von Forchtenstein ihm die Dörfer Ziligenthal und Sickels, stBeiden Brüdern verlieh Herzog Friedrich am 8. Februar 1436 dieHerrschaften und Festen Landskron und Reifnitz samt den zugehörigenLandgerichten als Leibgedinge, st Andre, der mit Anna von Liechten-stein vermählt gewesen, starb, ohne Kinder zu hinterlassen, im Jahre1438. Wir finden seinen Bruder Otto im Jahre 1443 unter den Bei-sitzern des königlichen Kannnergerichtes, st Noch in demselben Jahrwird er von Friedrich III. neben Jörg von Herberstein und Heinrich

0 Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 5310 a.

st Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 5273, Not.-Vl. IX, 343. Die Ur-kunden über die Ausstattung der drei Stubenberginnen (oben S. 11V) sieh imNot.-Bl. IX, 279, 328, 333, 343, und Hoe, II, 138.st Ebenda Nr. 5801, Not.-Bl. IX, 355.

st Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Rep. 24 f., 350. Sie wurden am16. Mai 1447 zurückgestellt. Not.-Bl. IX, 374.

st Mitt. d. Inst., Ergänzungsbd., VII, 122.