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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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Friedrich von Stubenberg starb im Jahre 1443; am 6. Dezemberdieses Jahres belehnt König Friedrich III. bereits seinen Neffen Ulrichals nunmehr Ältesten für sich und seine Vettern mit dein Schenken-amt in Steier, dem Landgericht zu Kapfenberg, mit dem Zehnt imMürztal, dem Wildbann im Landgericht und der Fischweid von derAllerheiligenbrücke bis Bruck. Z Friedrich war zweifellos schon frühdurch schwere Krankheit an sein Ende gemahnt; nur so ist es zu erklären,daß er seine Söhne frühzeitig in die Geschäfte des Hauses einführteund sie als seine Stellvertreter verwendete; auch geistliche Stiftungen,die er machte, fallen in eine frühe Zeit. Seiner Milde hatte dasSeckaner Gotteshaus zu gedenken I) dem Armenspitale in Radkersburgwies er 24 Pfund jährlicher Einkünfte aus seinen Gütern in Predinganst — auch das schon 14, bzw. 5 Jahre vor seinem Tode.

Senior seines Hauses wurde Ulrich, der feinen Oheim um 12 Jahreüberlebte und gleich diesem einen Sohn Friedrich und drei TöchterUrsula, Anna und Martha zurückließ; die erste war mit Ulrich vonLiechtenfteiu-Nikolsburg, die zweite mit Bernhard von Starhemberg,die dritte mit Friedrich von Hohenburg vermählt und lebte nach dessenTode als Klosterfrau zu St. Jakob in Wien. Ulrich selbst tritt dieletzten zehn Jahre seines Lebens nur selten öffentlich auf. Schon jetztüberläßt er einzelne Teile seines Besitzes, wie die Salzburgischen Lehenzu Gembs ob Frohnleiten, an seinen Vetter Hans/) Am 20. Juni 1455lohnt er die treuen Dienste, die ihm Hans Oberholzer geleistet, damit,daß er ihm zwei Häuser zu Mittergrabern von allen Abgaben befreitund ihm Liegenschaften daselbst als Leibgedinge verleiht/) In derletzten Zeit war er noch als Beisitzer im Reichshofgerichte tätig/) auchdie Kämpfe Friedrichs III. gegen Ungarn nahmen ihn noch in Anspruch;am 22. November 1455 fordert der Kaiser ihn auf, in Gemeinschaftmit zwei anderen Räten dahinzuwirken, daß die Bürger von Neu-stadt 50 Mann Fußvolk in die Verpflegung aufnehmen/) Im nächstenJahre dürfte er gestorben fein. Er wurde in der Pfarrkirche zu Paffailbeigesetzt. Für sein Begräbnis hatte er schon am 29. September 1431Vorsorge getroffen. An diesem Tage bestätigt der Pfarrer Heinrich

empfangen zu haben. Unter den Sieglern Graf Hermann von Cilli. SiehNot.-Bl) IX, 316. Im Jahre 1136 genehmigt Friedrich Graf von Cilli, daßdas Heiratsgut seiner Muhme Dorothea, der Witwe des Grafen Frank ausder Corbau, auf die Feste Limbach gesetzt werde. Am 21. April 1118 zedierteDorothea, Tochter Friedrichs von Stubenberg, Gemahlin Jörgs von Volkers-dorf, ihrem Vetter Hans von Stubenberg genannte Urkunden samt den darausentspringenden Rechten. Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 6118, Not.-Bl.IX, 375.

0 Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 5385, Not.-Bl. IX, 359; sieh Exkurs.2) Original, steierm. Landesarchiv, 5211; Not.-Bl. IX, 333.ch Kopie, steierm. Laudesarchiv, 5609.

st Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 6171a; Not.-Bl. IX, 375.st Orig.-Reg., niederösterr. Landesarchiv, 2805. Sieh auch Not.-Bl. IX, 377,wohl der letzte Akt, bei dem er genannt wird.

6) Mitt. d. Inst. f. österr. Geschichtsf., Ergänzungsbd. VII, 112, 117.st Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 6553.