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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
Entstehung
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Geschichte ihrer Heimat die bedeutendere Rolle spielen: zunächst Wülfing.Er ist der Erbe mehrerer geistlicher Lehen: so von der Propstei Aflenz,bzw. von St. Lambrecht, dessen Vogt er ist/) vom Bistum Freising,zugleich mit seinen Brüdern. Er erhält solchergestalt/ das Dorf Alten-hofen ob Kätsch, dann etliche Güter, die 40 Mark Geld tragen undvordem ihr Pfand von Chol von Saldenhofen waren, und zwar wegender getreuen Dienste, die er und seine Brüder dem Bistum Freisinggeleistet haben.

Wülfing war mit Dorothea, der Tochter Reinprechts I., aus derLinie Walfee-Ens vermählt. Ihre Brüder Rudolf, Reinprecht II. undFriedrich V., gegen die sie am 20. März 1376 auf ihr mütterlichesErbe — das einer Starhembergerin — verzichtete, gelten als die be-deutendsten Männer ihres Hanfes./ Dessen kraftvolles Aufsteigenmußte zunächst auch den Stubenbergern zu gute kommen. Entscheidenderfreilich war es, daß die drei Stubenbergischen Brüder in nahen Be-ziehungen zu Albrecht III. standen. Schon ihr Oheim Friedrich hattedem engeren Rate dieses Herzogs angehört./ Den Neigungen ihresHerrn folgend, unternahmen Wülfing, Ulrich und Friedrich mit diesen:eine Kreuzfahrt, die sie aus der grünen Steiermark hinaus in daswüste, noch teilweise heidnische Preußenland führte, in welchem damalsder größte aller Hochmeister des Deutschen Ordens, Winrich von Knip-rode, die Herrschaft innehatte. Es ist schwer zu sagen, ob alle dreiStubenberge, die an der Fahrt Anteil nahmen, auch Brüder waren;denn auch die erste Linie des Hauses zählte damals einen Ulrich undWülfing in ihrer Mitte. Es ist aber aus verschiedenen Motiven nahe-liegend, daß es die Söhne Ulrichs find, die mit dem Herzog auszogen.Eine „Preußenfahrt" gehörte in jenen Tagen in fürstlichen Kreisennicht zu den Seltenheiten, zumal unter Winrich, der am 17. Februar1370 bei Rudau an der Nordküste Samlands bekanntlich seinenglänzendsten Sieg errungen hatte. Man weiß, daß die stolze Marien-burg jetzt das war, was im 13. Jahrhundert die Wartburg gewesenist, und so wird man begreiflich finden, daß das deutsche Fürsten-und Rittertum jener Tage sich der allgemeinen Strömung nicht ent-ziehen konnte. Bei dem österreichischen Herzoge kam zu den genanntenMotiven noch seine tiefe Frömmigkeit hinzu, die ihm ein derartigesUnternehmen nahe legte. Herzog Albrecht III. war zwar ein fried-liebender, jedem Waffengetümmel abholder Herr, aber eben die kirch-lichen Beweggründe gaben den Ausschlag, wie uns die treffliche Quelle,die wir darüber besitzen, des näheren mitteilt./ Wir danken nämlich

0 Urk. ddo. Wien 1373, Juli 15., Orig. in St. Lambrecht; daher dieUnterschrift: Dominus änx psr ss st IVultiuAus äs LtudsubsrA.

/ 1374, Juli 4., Lack; Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, Not.-Bl. IX, 1S0.

ch Sieh D ob länger, Die Herren von Walsee, Archiv f. österr. Gesch.,95, 307 ff. Die Verzichtsurk. Dorotheens im Orig. im Archiv zu Efferding.Urkb. des Landes ob der Enns, IX, 40.

U 0oä. Xustr., UrisivA. Dout. rsr. Xustr., XXXV, 343.

/ Die älteren und neueren Geschichten der Steiermark gehen über dasUnternehmen kurz hinweg und selbst die Arbeit von Jlwof hat sich mit dem