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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
Entstehung
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Villach, Fedraun, die Burg mit dem Turm zu Kraineck, Griffen, Wolfs-berg u. s, w. dem König Heinrich von Böhmen und Herzog von Kärntenum 5000 Mark Silber auf 15 Jahres die Rücklösung dürfte übrigensschon vor 1315 erfolgt fein, denn am 8. Jänner 1314 erläßt Friedrichvon Stubenberg im Namen feines Brnders und „um seiner selbst willen"den Bürgern zn Villach die Steuer auf ein Jahr, „weil sie zur Lösungdes Urbars eine freiwillige Steuer gegeben haben"/) Zwistigkeiten, diees über Rücklösung gegeben zn haben scheint, wurden von dein BischofHeinrich von Gurk im Verein mit anderen Schiedsleuten am t. August1314 zu Feldkirchen beigelegt/)

Friedrich von Stubenberg verwaltete sein Amt in gewissenhafterWeise. Es muß geradezu als eine Ausnahme bezeichnet werden, wenner etwa ein in Erledigung gekommenes Lehen des Bamberger Hoch-stiftes durch Kauf übernimmt. Dann sind es Verwandte, wie die GrafenUlrich und Walter von Sternberg, die ihm „ihrem Oheim" ihr Lehenund Burgrecht an der Maut zu Villach verkaufen/) Das Hans Stern-berg scheint mit dem Bischof Wülfing außer den weitläufigeren ver-wandtschaftlichen Beziehungen ein näheres Verhältnis unterhalten zuhaben. Wenn wir nicht irren, ist es ein Mitglied dieses Hauses, Heinrichvon Sternberg, wie Wülfing selbst Angehöriger des Predigerordens,gewesen, der sein zweiter Nachfolger wurde. Wülfing selbst starb am14. März 1318, nachdem er noch tags zuvor über seine eigentümlichenGüter in Kalten-Egeswald, Dreischendorf, Gailendorf und Erlach zuGunsten der Kathedralkirche Verfügungen getroffen hatte/) Er wurdein der Domkirche zu Bamberg zu Füßen Kaiser Heinrichs II., des Be-gründers des Bamberger Bistums beigesetzt, wie er das „lebend begehrtund herzlich verlangt haben soll"/)

Neuntes Kachlet.

Wülfing von Stukenborg und das Schenkenaus

in Steter.

Man kennt die Erbteilung nicht, die einstens unter den Kinderndes 1280 verstorbenen Wülfing von Stubenberg festgesetzt worden war.Man entnimmt den Urkunden, daß die Güterteilung vorgenommenwurde, ehe noch die Erbeinigung zu stände kam, denn auch Elsbeth

>) Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 1744. Die Übereinkunft der Bevoll-mächtigten Wülfings ddo. Salzburg 1311, Februar 2., und die Urkunde KönigHeinrichs ddo. Innsbruck 1311, März 22. NsAZ. Loioa, V. 193.

2) NsZK. Uoioa, V, 271. Orig.-Perg. im bapr. Reichsarchiv. Kopie im steierm.Landesarchiv, 1787 a.

2) Kopie im steierm. Landesarchiv, 179S.

st Orig.-Perg. im Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu Wien. Sieh Apo-stelen, VIII, 268.

st UsAK. Loioa, V, 378.st Steill, I, 4SI.