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Deutschen Reiches wenig hervor. Doch erfahren wir, daß er sich MitteAugust 1313 bereitmacht, um seinem Herrn, dem Kaiser Heinrich VII.,dessen Lage in Italien eine äußerst bedrängte ist, beizustehen.') Wohlhatte er sich reichlich mit Geldmitteln versehen und zu diesem Zweckedem Domkapitel von Bamberg das Schloß Krogelstein samt Zugehörum 1200 Pfund Pfennig verkaust/) aber der frühzeitige Tod des Kaisersenthob ihn seinen Verpflichtungen. Wülfing untre nicht ein Kind seinerZeit gewesen, hätte er in seiner Stellung die Interessen seines Hausesaußer acht gelassen; dabei wird man sich zunächst erinnern dürfen,daß Wülfings Mutter eine Ortenburgerin war, die Schwester desGrasen Friedrich II. ; es bedeutete demnach wohl eine VergünstigungWülfings selbst, wenn Benedikt XI. Otto, dem Sohne des GrafenFriedrich, gestattete, seine kirchlichen Einkünfte zu beziehen, solange eram Hose des Erzbischofs von Salzburg, dessen Kaplan er sei, ver-weile und dem Erzbischof zu Diensten sei/) Eine Vergünstigung lagin dem Akt schon deswegen, weil der Ortenburger die Weihen nochnicht erhalten hatte; trotzdem gestattete ein Papst von der rigorosenHaltung eines Benedikt XI., daß Otto mehrere Pfründen besitzen dürfe/)Graf Otto von Ortenbnrg, ein Vetter Wülfings ist derselbe, der am24. Februar 1361, trotzdem er dem geistlichen Stande nicht angehörte,von einem Teile der Domherren von Äquileja zum Patriarchen postuliertworden war, ohne daß die Wahl irgend einen Erfolg hatte. GrasOtto gehört übrigens auch nachher dem Laienstande an/) Am 25. Jänner1316 versetzte Wülfing den Juden von Judenburg und Graz, Jakobund Saul, und ihren Angehörigen, die Maut zu Villach um 1646 MarkSilber und setzte ihnen als Bürgen — außer seinem Brnder.Friedrich —seinen Vetter, denselben Grafen Otto von Ortenburg/)
In gleicher Weise erfuhren die Goldecker die volle Gunst desBischofs. Wülfings Schwester Elsbeth war mit Otto von Goldeck ver-mählt. Ihr Sohn, der nach seinem Großvater mütterlicherseits Wülfinghieß, Burggras von Titmaning in Salzburg, erhielt alle durch den TodSteinbergers erledigten Bamberger Lehen/) Auch das Haus Pfannbergging nicht leer aus. Am 15. Februar 1315 erklärt Graf Ulrich, dieBurg Griven von seinem lieben Oheim Bischof Wülfing zu Burghutund -dienst empfangen zu haben/) Am besten fuhren die Brüder Wülfings,Heinrich und Friedrich, von denen der letztere Hauptmann des Bis-tums Bamberg für dessen reichen Besitz in Kärnten wurde, demnacheine Stelle einnahm, wie sie in späteren Zeiten die Bambergischen Vize-dome in Kärnten bekleideten. Er wurde für diese Stelle am 16. Mai1365 zu Mattighofen in Eid und Pflicht genommen. Land und Leute,
6 RsM Loioa, V, 261, 263.
2) HöW. Lotes., V, 214, 261, 263.
3) Grandjean, Nr. 1067.
4) Ebenda Nr. 1066.
ch Tan gl, Die Grafen von Ortenbnrg II., Arch. f. österr. Gesch., 36, 153.
°) Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 1735; sieh Not.-Bl. VI, 331/2.
st LsAA. Loioa, V, 37.
s) St. Pauler Kopie im steierm. Landesarchiv 1738 a.