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oder es gehen Weisungen der Kurie an den gesamten deutschen Episkopat,sonach auch den Bamberger Bischof, wie z. B, bald im Anfange derRegierung Klemens' V. die Anordnungen bezüglich der Unterstützungdes Kreuzzugsunternehmens, das Kleinens plante.
Ungleich den meisten Prälaten seiner Zeit ging Wülfing in denkirchlichen Pflichten, die er als Oberhirt einer ausgedehnten Diözesezu erfüllen hatte, förmlich ans. Wie man einzelnen der vielen an ihnergangenen Schreiben Papst Benedikts XI. entnimmt, hatte er vonvornherein den festen Willen, alle vorhandenen Übelstände abzuschaffen.Kirchliche und humanitäre Institute, sowohl die älteren als die neuerrichteten, fanden an ihm einen warmherzigen Förderer. Vor allemerfuhr sein geliebter Dominikanerorden seine volle Gunst.') Gewißwar es auf Veranlassung Wülfings geschehen, daß Benedikt XI. demMichaelskloster im Bamberg das Patronatsrecht über die St.-Jakobs-und St.-Michaels-Kirche in Stettin, über Güstow und Schune zu-eignetet) Außer dem Dominikanerkloster stiftete Wülfing in Bambergauch für die Dominikanerinnen das Jungfrauenkloster zum HeiligenGrabe") und zweifellos geht es auf seine Veranlassung zurück, wennsich auch sein Bruder Friedrich dein Dominikanerkonvente in Grazgünstig erweist. Z Die Pfarrkirche zu Neuenkirchen, genannt aus demBrand, erhob Wülfing am 8. Jänner 1314 zu einem Kloster fürregulierte Chorherren.") Daß bei seinen Stiftungen auch die Kathedralevon Bamberg und das Domkapitel nicht leer ausgingen, ist begreiflichgenug. Außer den beiden Dominikanerstiftnngen ist vor allem dasKloster Langheim, dem eine Fülle von Gnaden- und Gunstbezeugungenzuströmt.") Reiche Schenkungen gelangen von seiner Seite an dasKatharinenhospital in Bamberg.') Ilnd wie für die Bamberger Diözesehat er auch für die Kirchen in seiner alten Heimat noch ein warmesHerz bewahrt; der von Seckau gibt er 1310 einen feierlichen Ablaß-brief.") Man kennt die schwere Katastrophe, die zu seiner Zeit überden Templerorden niederging, er wurde ja auch in Deutschland auf-gehoben; das den vertriebenen Tempelherren abgenommene Gebäudewurde dein Franziskanerorden eingeräumt.")
Weniger als die kirchlichen lagen Wülfing die politischen In-teressen am Herzen; daher tritt er in den politischen Angelegenheiten des
') Grandjean, Nr. 1058.
0 NsAA. Hoiss, V, 06.
") Ebeling, Die deutschen Bischöfe, I, 24. Begünstigung für Nonnen,sieh NöM. Hoiss,, V, 79, 90, 143, 154. Steill, I, 451.
4) Orig.-Perg., steierrn. Landesarchiv, 1739. Herzog Friedrich von Oster-reich bestätigt, daß Friedrich von Stubenberg sein Eigengut zu Grafendorf dengeistlichen Frauen-Predigerordens vor der Stadt zu Graz um 140 Mark Silberverkauft hat, mit Vorbehalt der Wiederlösung für seine Leibeserben, wenn erderen gewinnen sollte.
HsM. IZoios, V, 271.
°) NsW. Loios, V, 131,2, 143, 222, 273, 277, 318 u. a.
H.SKA. Hoiss, V, 143, 21(1.
ch Orig., steierm. Landesarchiv, 1740 s,.
") Ebeling, I, 24.