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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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Wertschätzung, die Wülfings segensreiches Wirken beim Papste fand,und für die innigen Beziehungen, die bisher zwischen beiden bestandenhaben. Dafür sprechen nun auch die Beweise der Huld und Gnade, diedein Bischof in so reichem Maße zu teil wurden, wie die päpstlichenSchreiben vom 1., 15. und 18. April 1304 ausweisen, st Nicht wenigerals elf Nummern sind von einem und demselben Tage datiert. Wirheben ans ihnen nur jene hervor, in denen der Bamberger KircheLeistungen an die Kurie erlassen wurden, zu denen sie lehensrechtlichverpflichtet war. st Daß es eine der ersten Handlungen Wülfings war,in dem ihm anvertrauten Bistume einen Dominikanerkonvent zu er-richten, ist begreiflich, st Über die ersten finanziellen Schwierigkeiten,die er in seinem neuen Amte fand, half ihm der Beistand des Papsteshinweg, st Daß Wülfing bei einer längeren Lebensdauer Benedikts XI.einer noch glänzenderen Zukunft, sei es in der deutschen Kirche oderan der Kurie selbst entgegengegangen wäre, steht wohl außer Zweifel.Leider schnitt die unbarmherzige Parze den Lebensfaden dieses für dasWohl der Kirche unermüdlich tätigen und für ihre Leitung hervor-ragend begabten Papstes vorzeitig ab. Er starb — erst 64 Jahre alt —am 7. Juli 1304 und wurde in der Dominikanerkirche zu Perugia bei-gesetzt. In seltener Übereinstimmung sprechen sich die Zeitgenossen überdie Heiligkeit seines Lebenswandels aus; seine über jeden Zweifelerhabene Sittenreinheit, verbunden mit seiner Liebenswürdigkeit wares gewesen, die bei seinem Regierungsantritt einen hoffnungsseligenJubel über den Anbruch einer neuen, glücklicheren Zeit hervorgerufenhatte, sie zog sogar nach seinem Tode Krüppel und Kranke an sein Grab,deren plötzliche Heilung später (1738) seine Seligsprechung veranlasste, stDer Tod dieses Papstes unterbrach den innigen Verkehr, derzwischen dem deutschen Bischof und der Kurie gepflogen wurde. Nurselten erscheinen noch päpstliche Briefe oder Bullen in Bamberg unddiese entbehren dann des persönlichen Interesses, das man bisher hattewahrnehmen können. Wenn Klemens V. dem Bischof von BambergMitteilung macht, betrifft es etwa die Abtwahl von St. Lambrecht st

ZZambsi -ASUsis, psr ts. . . ssludritsr st Prospers üiriAstur. . . ao spiritualidusst tsraporalibns . . . prokioist insrsmsntis. Grandjean, S. 2^9.

0 Grandjean, Nr. 1053, 1054,1055, 1056, 1057, 1058, 1059, 1060, 1061,1063, 1064, 1065, 1066, 1067.

st Benedikt XI. befreit den Bischof von Bamberg von der Verpflichtung,die von der Bamberger Kirche der Kurie „in sig-nnra Isuclalitatis" schuldigenPferde, die seit sieben Jahren nicht abgeliefert worden waren, abzuliefern.Viterbo 1304, April 18. Grandjean, Nr. 1060.

st Benedikt XI. gestattet dem Bischof Wülfing von Bamberg, einenDominikanerkonvent in seiner Diözese zu errichten. Viterbo 1304, April 18.Grandjean, Nr. 1058. St eill (S. 450) setzt den Beginn des Klosterbaues indas Jahr 1310.

st Papst Venedikt XI. gibt dein Bischof Wülfing von Bamberg die Er-laubnis, ein Darlehen bis zur Höhe von 250 Mark Silber für seine unddie Bedürfnisse der Bamberger Kirche aufzunehmen. Perugia 1304, Mai 21.Grand jean, S. 497. Ausführung dieser Erlaubnis. Perugia 1304, Juni 9.st Funke, Venedikt XI., S. 130.st Register Klemens V., IV, 114.