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Viertes Raxikel.
Wülfing von Stubenberg in den Dichtungen Ulrichs
von Liechtenstein.
Verwandtschaftliche Beziehungen zu steirisch-kärntnischen Adcls-
hänscrn.
Als Ulrich von Stubenberg im fernen Morgenlande starb, wardie Nachkommenschaft seines Hauses aus wenige Äugen gestellt. Wohlerwähnt er in jener Urkunde, in der er dem Johanniterorden Krois-bach und Hatzendorf schenkte, zweier Söhne, die sich noch am Lebenbefanden.^) Wann der zweite verstarb, ist nicht bekannt; man weißnur, daß er noch vor seinem Vater dahinging, denn in der Urkunde,in welcher der ältere Sohn Wülfing dem Stifte Renn die ihm vonseinem Vater gestifteten Huben zu Rattenberg übergab, sagt er aus-drücklich, daß sein Vater ihn als Erben des gesamten Vermögenszurückgelassen habe.^) Sollte auch der jüngere Sohn an der Kreuzfahrtteilgenommen und noch vor dem Vater gestorben sein? Sicher ist, daßWülfing Erbe eines großen Vermögens wurde. Er verstand dies ineiner Weise anzuwenden, die ihm den vollen Beifall seines Zeitgenossenund Landsmannes, des Dichters Ulrich von Liechtenstein, gewann. Mitwelcher Pracht er aufzuziehen und wie würdevoll er sein Haus zurepräsentieren verstand, davon haben wir in des Liechtensteiners be-rühmter Schilderung des Friesacher Turnieres von 1224 einen treff-lichen Beleg. Dort fand sich „im Frühling, da der Maien angeht, derWald gelaubt steht und die Heide ihr wonnigliches Sommerkleid an-gelegt hat", Herzog Leopold von Österreich und Steiermark ein, umzwei feindliche Fürsten, den Markgrafen Heinrich von Jstrien und denHerzog Bernhard von Kärnten, miteinander zu versöhnen. Zahlreicheandere Fürsten, Grafen, Freie und Dienstmannen fanden sich ein.Fürsten und Herren hatten in der Stadt Herberge gesunden, die anderenwurden untergebracht, wie es die Umstände gaben. Die Bedeutendstenvon allen werden vom Dichter mit einein zutreffenden Worte charak-terisiert: „Der Stubenberger", heißt es da, „könnt' seine Ehrennicht verbergen." Wie stach da selbst neben Höheren wie neben demGrasen Ortenburg, dem die von Dichtern gerühmte Milde, die Frei-gebigkeit, ein fremdes Wort war, Wülfing hervor. Während jener nuracht Ritter mit sich führt, bringt Wülfing nicht weniger als 34 anden Ring. Wülfing streitet im großen Turnier gegen Hademar von
!) Steierm. Urkb., II, 226: Hosest xrsssns stss st suevsssnrs postsritss,c^rioci SKo Hillens äs LtnbsnbsrA cznorrmlsm msorum nsns eonsilio psrsntnmeoUsets msrm mss oollstsrslis tlsrürnäis änornm^ns liliorum msornmcinss villss msss . . . cislsKsvi . . .
2) Steierm. Urkb., II, 236: Unna sntsm socism pstrs mso vism rmi-vsrsss esrnis mZrssso, ciignrim sst, nt, sient ms nuivsrss substsneissris rslihuit Usrsäsm, sie st orämstioms sns st volrmtstis nltimsüäslsm senilst sxsontorsm. . .