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Zeugnis ausstellen, daß „seine erprobten Kenntnisse und ausgezeichneten Fähigkeiten, beiseiner besonderen Liebe zu diesem Geschäft, ihu besähigten, selbst einer Bnchdruckerei undBuchhandlung mit Ehre und Nutzen vorzustehen".
Als dann Carl Gerold an die Seite seiner Mutter treten konnte und im November 1807öffentlicher Gesellschafter geworden war, nahm die Firma den Wortlaut „Josef Geroldssel. Witwe 6c Sohn" an. Im Jahre 18 iz wurde ße dann ausCarl Gerold umgeschrieben,dem in diesem Jahre auch das Bürgerrecht verliehen wurde. Magdalena Gerold starbam 8. Juli i8zi und wurde in dem Familiengrab, das ihr Sohn Josef ß'ch am Friedhosin Döbling hatte anlegen lassen, begraben. Der hübsche Denkstein mit den Namen Josefsund seiner Kinder ist vor wenigen Iahren verschwunden.
Carl Gerold (siehe Porträt S. zz) hat in der Folge nicht nur als kunstverständigerBuchdrucker und großzügiger Verleger das Fundament für den späteren WArrus seinerFirma, als Jahrzehnte hindurch der bedeutendsten ihrer Art in Österreich, gelegt, sondernsein und insbesondere seines Sohnes Moriz Haus wurden zu verehrten Stätten Alt-WienerGastlichkeit, geistreichen Verkehrs und heiteren Lebensgenusses.
Schon 1807 hatte er steh mit Franziska Kaltenbrunner verehelicht, die ihm bis zuseinem Ableben eine liebevolle Gattin war und ihm drei Söhne und eine Tochter schenkte.
Es ist sehr schwer, im knappen Rahmen Carl Gerolds Bedeutung voll gerecht zuwerden. Er vermehrte den Verlag durch Heranziehung erster Gelehrter und Schriftstellerund erwarb den der ehemalig Geistingerschen Buchhandlung in Wien und die gangbarstenWerke aus dem Hilscherschen Verlag in Dresden. Der Geroldsche Verlagskatalog voni8zg führt zum erstenmal auch diese Artikel auf und jener vom Jahre 1847 gibt aus88 Seiten das Verzeichnis, man kann wohl sagen, der bedeutendsten österreichischenPublikationen jener Zeit. Die wissenschaftliche Übersicht zeigt sechzehn Rubriken, bei derenwichtigsten wir in Klammern nur einige der bedeutendsten Namen anführen, die auch heutenoch in weiteren Kreisen bekannt sind: Theologie (Frisch, Sommerau, Beeck, I. I. Steiner,Tranz); Rechts- und Staatswissenschaften (Barth-Barthenheim, Czoernig, Gustermann,Ienull, Kopezky, Linden, Pidoll, Pratobevera, Sonnleithner, Tegoborski, Unger, Vesquezu Püttlingen, Zeiller); Medizin (Bernt, Buchmüller, Eble, Koch, Veith, Waldinger);Chemie (Ehrmann); Philosophie (Feuchtersleben, Hartmann); Pädagogik (Chünani);Philologie (Ausgaben von Cicero, Cornelius Nepos, Horaz, Ovid, Phaedrus, Plinius,Sallust — dann Endlichers Chinesische Grammatik, Ficker); Moderne Philologie;Geographie und Geschichte (Arneth, Chmel, Coeckelberghe, Hormayr, Liechtenstein,Mailath, Schmidt, Tschiska, Vierthaler); Naturkunde (Endlicher, Ettingshausen,Haidinger, Mohs); Mathematik (Burg, Fux, Littrow, Salomon, Stampfer); Kriegö-wissenschaften (Hübler); Technologie; Land- und Forstwirtschaft (Burger, Höß).
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