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Parentalia : Grundlagen zu einer Geschichte der Bangen
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des 3ojährigen Krieges zurückzuführen ist, unter denen dieStadt unsäglich gelitten hat ')• Das im Stadtarchiv aufbewahrteProtocollum für die Jahre 1645-1685 erwähnt an männlichenTrägern unseres Namens nur noch den Pastor Joh. AdamBangius und seine Brüder, den Bürgermeister Martin Bange,sowie den Magister Henricus Bangius.

Joh. Adam starb, wie wir sahen, am 27 Mai i65o, nachdeiher i 632 von den Hessen und später von den Schweden « gefäng-lich fortgeschleppt und so mishandelt worden war, dass er diedadurch entstandenen körperlichen Leiden nicht verwinden »konnte (Seibertz, Blätter, 1869, p. 88). Bürgermeister Martin,der letzte der Hallenberger Bangen, und seine Ehefrau Eli-sabeth * 2 ) werden am i5 Juli 1673 als selig genannt 3 ), und unterihren Erben aufgeführt die « vier vortestamentierten Stämme »der Synesii, Polmänner, Volmeker und Holnsteins, sowie u. a.Bertus, Lips und Elisabeth Conradi.

') Ein undatierter Zettel im Stadtarchiv besagt : «dass diss Jahr überdurch immer vort daurente feindliche Plünderung, infal vndt einlosirungdass arm grentzgesessene Stetlein Hallenberg beraubet, in den grundt ver-derbet, auch an Haabe, Burger- vndt Manschafft zumahl entblosel worden ».Über Schatzung u. s. w. geben fol. 111-118 ; i 5 i-i 58 des Msc. VII 5gog I und5gog a fol. 33 v ff. Auskunft. Der angeführte Zettel im Stadtarchiv erwähntHenrich Bangen « so gleichfalls auch 4 kleine hinterlasen », wozu Msc. VII5gog I fol. in zu vergleichen : « Ferner arme Wittiben, so auch alnoch inzerbrochenen Hausen zu Hallenberg wohnhaft, und wegen auserster armuthnichts mehr in die Schatzung statten können : Henricus Bangen Wittibderen Eheman in vivis gab i5 alb. ». Nach fol. 117-118 gehörte GerlachBangen Behausung zu denen, « so anitzo ohn einwohnere, oede, ledig undunbewohnet stehen ».

2 ) Hoffen wir, dass diese Elisabeth und ihr Gemahl nicht der Inquisition

zum Opfer gefallen sind, über deren Greuel ein von Seibertz, Urkundenbuch,Bd. III, SS. 367 ff., veröffentlichter Hexenprocess haarsträubende Einzel-heiten aufführt. Ein Eintrag in Msc. VII Sgog I fol. 118 meldet : « Anno166g, 70 et 72 auf Hexry hier inquirirt, dadurch die vornembsten hauser erstruinirt und vacant gemacht.Bürgermeisters Martin Bangen.».

3 ) 1671 bezahlt Martin auf Martini noch Schoss; am 7 Jan. 1672 seineWittwe.