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Parentalia : Grundlagen zu einer Geschichte der Bangen
Entstehung
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Die Frage tritt nun hier an uns heran : von wem stammt derspätere Allendorfer Pfarrer Joh. Bange (siehe oben S. 26 unter1572) ab, den ich Johan III nennen will? Bei dem stetenWiederauftreten des Namens Johan, kann es zunächst auffallen,dass wir bei Johan I keinen Sohn Johan nachweisen können :hier wäre also eine Lücke, in die Johan III vorzüglich hineinpassen würde. Nun werden wir aber sehn, das Johan III u. a.zwei Söhne hatte, denen er die Namen Gerlach und Valentingab. Daraus scheint mir zur Evidenz hervorzugehn, dass erein Bruder von Gerlach II und Valentin war, sodass dieDescendenz wäre :

Gerlach I

I

Hans

Christ. Johan III. Gerlach II. Valentin.

-o-

Im Laufe des I7 ten Jahrhunderts sind die Bangen in Hallen-berg ausgestorben, was wohl hauptsächlich') auf die Schrecken

b Auch die Pest mag manches Glied der Familie hinweggerafft haben.Von einem tragischen Ereigniss giebt ein Protokoll aus dem Jahre 1611Kunde : « Des 25 Sontags nach Trinitatis so gewesen den 20. Novembris,hatt Henchen Becker, vor mihr Notario und zu Endt genanten Zeugen, diewir uff dem Kirchoff, Er aber bauser [ausserhalb] dem Kirchoff benebenDavid Grusemans Hause gestanden, angezeiget und uns zuverstehen geben,welcher Gestalt In [ihn] Gott der Almechtig, mit der Reuden der Pestilenzheimgesucht, und sein Eheweib neben seinen Kindern ohn allein dasiüngste, durch den zeitlichen Todt hingerissen, weil dan er zieh zu be-sorgen, dass Ihn der Almechtige noch weiter heimsuchen wurde, so habe erein einigen Bruder zu Franckenaw wohnen, und seine Plaussfraw selig eineinigen Bruder Herman Bangen, den selben wolte er » all das Seinigevermachen u. s. w. Henchen ist seinem Jüngsten erhalten geblieben da er16x2 wieder im Mühlenregister genannt wird, hat ihm aber bald darauf eineStiefmutter gegeben, die im Jahre 1617 als « Henchen Beckers Witbe » imSchoss-Register aufgeführt wird.