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Parentalia : Grundlagen zu einer Geschichte der Bangen
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« Die Polmänner haben anfangs zu Oberliesen, hernach zuHallenberg gewohnt. Ante conditam duitatem als es nochheidnisch gewesen. Die Spangen so nun Bangen heisen ')

Register in seiner kräftigen Hand zu lesen und zu sehn, wie er nach guterBangenart überall Ordnung schafft. Dass ihn, den »hochgelehrten pastoremund jurisperitum », Diederich von der Recke zu seinem Verwalter bestellte[Stadtarchiv I, ist ein Beweis dafür, dass seine Umsicht und Emsigkeit auchausserhalb der engen Mauern seiner Vaterstadt Anerkennung fanden.Seinem Nachfolger, dem Pfarrer Joh. Poelmann, schrieb nach Msc. VII5909 1 fol. 28 der Jesuitenpater Sam. Poelmann : Annales ex antiquis literisaudio collegisse Dominum Bangium. Videat Senatus ne distrahantur, sedaliquoties describantur et diuersis locis ponantur ob milites et incendia !

Als Stadtsecretär und Notar folgte auf Joh. Adam Bang dessen Erbe Joh.Daniel Synesius, der die Bangische Chronik fortsetzte. Sein Bruder Joh.Synesius war mit einer Bang verheiratet, wie wir aus dem Grabstein lernen,der heute an der Aussenwand der Hallenberger Kirche steht: Anno Domini1686 die 19. Januarii pie obiit clarissimus dominus judex Johannes Synesiusaetatis 76 qui hic cum charissima conjuge sua Anna Maria Bangia requiescitin pace amen.

Sehr alte Nachrichten über Hallenberg muss eine Sammlung enthaltenhaben, die als « Poelmänner Chronik » bezeichnet wird, nach Msc. VII3909 1 fol. 281 aber schon um 1660 « zerrissen » gewesen sein muss. Jedenfallskann sie nicht, wie Seibertz meinte, um 1584 geschrieben worden sein(Blätter, 186g, S. 83 ). Der schon genannte Sam. Poelmann scheint sie(Msc. VII 5909 1 fol. 28) als cf stemmata Poelmannorum » anzuführen ; siewird also wohl hauptsächlich genealogische Nachrichten über diesesGeschlecht und seine Verwandten enthalten haben.

‘) Diese auf den ersten Blick so merkwürdige Angabe erklärt sich meinesErachtens höchst einfach, wenn wir uns daran erinnern, dass der NameBange im Dialekt der Hallenberger Gegend Pange 1 ausgesprochen wurde(Nach Msc. VII 5909® fol. 2 V soll « eine alte im Kirchen-Archiv noch vor-handene Notiz » die « Pangen später Bangen genannt zu Hilberghausenund Vollmerkhausen » erwähnen). In einem aus den Jahren 1629-46 stam-menden Visitationsbericht, der in den Farragines Gelenii, Bd. IX fol. 23 o,des Kölner Stadtarchivs auf bewahrt wird, heisst der Pfarrer « JoannesPangius Hallenbergensis»—gemeint ist natürlich unser Freund Joh. AdamBangius. Lachemeyer (Msc. VII Sgog 3 - fol. 27) führt auch an :

Das Hallenberger Pier es kütt Pier, es drecket im die Oegen zü (d. h. dasH. Bier ist gutes Bier, es drückt einem die Augen zu).

Durch das proklitische s = des entstand dann : des Pangen, 's Pangen ;z. B. : ’s Pangen Hans, ’s Pangen Curt u. s. w., woraus dann derjenige, derdie Form zum ersten Mal durch die Schrift fixiert hat, « Spangen Hans »u. s. w. gemacht zu haben scheint.